Warum sollte die Nahrung, die man als Notvorrat anlegt, diejenige sein die man auch im Alltag isst?
Von Heiko Gärtner, Survival-Experte
In der Welt der Krisenvorsorge und des Überlebens ist es entscheidend, sich gut vorzubereiten und einen soliden Notvorrat anzulegen. Eine der grundlegendsten Fragen, die sich hierbei stellt, ist: Welche Art von Nahrung sollte man lagern? Viele Menschen neigen dazu, sich auf lang haltbare Grundnahrungsmittel wie Weizen, Bohnen, Reis, Hafer und Trockenmilch zu konzentrieren. Doch ich möchte dir heute neun gute Gründe nennen, warum dein Notvorrat hauptsächlich aus Lebensmitteln bestehen sollte, die du und deine Familie im Alltag essen.
1. Es ist einfacher
Es ist viel einfacher und stressfreier, einen Vorrat aus Lebensmitteln anzulegen, die du und deine Familie bereits regelmäßig konsumieren. Du kennst die Mengen, die ihr braucht, und die Zubereitung ist dir vertraut. Du musst keine Zeit und Energie darauf verwenden, neue Rezepte oder Zubereitungsmethoden zu erlernen. Dies bedeutet, dass du deinen Vorrat schnell und ohne Verzögerung aufbauen kannst.
2. Es vermeidet Verschwendung
Wenn du Lebensmittel lagerst, die du normalerweise nicht isst, besteht die Gefahr, dass sie irgendwann ablaufen und ungenutzt weggeworfen werden. Dies ist nicht nur eine Verschwendung von Ressourcen, sondern auch von Geld. Indem du Lebensmittel lagerst, die du regelmäßig verwendest, stellst du sicher, dass sie auch tatsächlich verbraucht werden und nicht im Müll landen.
3. Es ist wahrscheinlicher, dass es dir zugutekommt
Ein Notvorrat ist nicht nur für große Katastrophen gedacht. Er kann auch in alltäglichen Situationen nützlich sein, wie zum Beispiel bei einer Krankheit, wenn du nicht einkaufen gehen kannst, oder während eines Schneesturms, wenn du lieber zu Hause bleibst. Wenn du Lebensmittel lagerst, die du regelmäßig isst, kannst du sie in solchen Situationen problemlos nutzen und musst nicht auf unbekannte oder ungeliebte Nahrungsmittel zurückgreifen.
4. Es ist kostengünstiger
Der Kauf von Lebensmitteln, die du regelmäßig isst, ist auf lange Sicht günstiger. Auch wenn Grundnahrungsmittel wie Weizen und Bohnen auf den ersten Blick billig erscheinen, sind sie eine Verschwendung, wenn du sie letztlich nicht verwendest. Lebensmittel, die du regelmäßig isst, sind eine bessere Investition, weil du sicher sein kannst, dass sie verbraucht werden und kein Geld verschwendet wird.
5. Es ist besser für deine mentale Gesundheit
In Stresssituationen wie Naturkatastrophen oder Arbeitslosigkeit ist es wichtig, sich auf vertraute Dinge verlassen zu können. Komfortnahrung, also Lebensmittel, die du kennst und magst, kann helfen, negative Emotionen zu mildern und ein Gefühl von Normalität zu bewahren. Neue und unbekannte Lebensmittel könnten zusätzlichen Stress verursachen, was in Krisenzeiten unbedingt vermieden werden sollte.
6. Es gibt keine Lernkurve
Lebensmittel zu lagern, die du regelmäßig isst, bedeutet, dass du keine neuen Fertigkeiten erlernen musst. Neue Zubereitungsmethoden oder das Experimentieren mit unbekannten Zutaten können in Krisensituationen sehr herausfordernd sein. Indem du auf vertraute Lebensmittel setzt, minimierst du diesen zusätzlichen Stress und kannst sicher sein, dass du weißt, wie du die Lebensmittel verwendest.
7. Ausgewogene Ernährung
Lebensmittel, die du regelmäßig isst, bieten wahrscheinlich eine ausgewogene Ernährung. Viele Grundnahrungsmittel, die oft für Langzeitlagerung empfohlen werden, liefern möglicherweise nicht alle notwendigen Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Durch die Lagerung von Lebensmitteln, die Teil deiner normalen Ernährung sind, stellst du sicher, dass du auch in Notzeiten eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung hast.
8. Du magst sie!
Es klingt offensichtlich, aber du solltest nur Lebensmittel lagern, die du und deine Familie mögen. In Stresssituationen ist es unwahrscheinlich, dass du oder deine Kinder plötzlich anfangen, Lebensmittel zu essen, die ihr normalerweise nicht mögt. Lagere daher nur das, was du wirklich magst und auch gerne isst.
9. Die Empfehlung der LDS-Kirche
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (LDS-Kirche) hat umfassende Forschungen zur Lebensmittelbevorratung durchgeführt und empfiehlt, zunächst einen Vorrat für drei Monate mit Lebensmitteln aufzubauen, die du regelmäßig isst. Diese Empfehlung basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung und Forschung und ist ein guter Ausgangspunkt für jeden, der mit der Krisenvorsorge beginnt.
Fazit
Indem du Lebensmittel lagerst, die du und deine Familie regelmäßig essen, machst du den Prozess der Krisenvorsorge nicht nur einfacher und kostengünstiger, sondern auch effektiver und nachhaltiger. Dies minimiert Verschwendung, verbessert deine mentale Gesundheit und stellt sicher, dass du in jeder Situation gut versorgt bist.

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