Von Schnauze bis Schwanz – Wie du ein Tier vollständig verwertest 

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shania

„In der Wildnis gibt’s keinen Abfall. Nur Unwissenheit mit Beinen.“
– (Wäre ein großartiges Tattoo, oder?)

Wenn du ein Tier erlegst – oder dir der Zufall einen sauberen Roadkill schenkt – dann denk bitte nicht wie im Supermarkt. In der Natur gibt’s kein Filetstück-Fetischismus, sondern den Grundsatz: Alles ist wertvoll, alles wird genutzt.
Tamarack Song nennt das den „Ganzheitlichen Verwertungsansatz“. Und damit ist gemeint: Nicht nur Muskelfleisch fressen wie ein Wolf auf Speed, sondern auch das, was wirklich zählt: Knochen, Organe, Knorpel, Sehnen, Fett, Blut – ja, selbst das Hirn.

🦴 Knochen: Kalziumlieferant, Werkzeug, Brühe-Booster
Du denkst, Knochen sind Müll? Denk nochmal.
🔬 Wissenschaftlich belegt:
• Knochenmark enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Kollagen.
• Ausgekochte Knochen liefern Kalzium, Magnesium und Gelatine, was nicht nur gut für die Knochen, sondern auch für Darm und Haut ist (→ Schönheitsschlürfer!).
• Knochenbrühe regeneriert das Immunsystem (Quelle: Journal of Clinical Nutrition, 2020).
💡 Tamarack-Tipp: Knochen von Roadkill oder Beutetieren immer sammeln, auskochen, Brühe trinken oder sie zerklopfen und das Mark rauslöffeln.
Und wenn du’s nicht essen willst: Werkzeuge schnitzen, Angelhaken basteln, Nadeln herstellen. MacGyver wäre stolz.

🫀 Innereien – Die Superfoods der Wildnis
Vergiss Spirulina und Chia-Samen. Leber, Herz und Niere sind wahre Nährstoffbomben:
Organ
Inhalt
Wirkung
Leber
Vitamin A, Eisen, Kupfer
Blutbildung, Sehkraft, Energie
Herz
Coenzym Q10, B-Vitamine
Zellschutz, Muskelkraft
Niere
Selen, B12, entgiftende Enzyme
Immunfunktion, Hormonbalance
Milz
Eisen, B-Vitamine
Ideal bei Blutarmut
Lunge
Collagen, Enzyme
(Gut gekocht) sehr proteinreich
Magen/Darm
Enzyme, Mikroflora (gekocht!)
Wiederaufbau der Darmflora
🥩 Tamarack sagt: „Ess zuerst das Innere – das Äußere läuft dir nicht weg.“

🧠 Gehirn – Kein Zombiesnack, sondern ein Überlebensbooster
In vielen indigenen Kulturen gilt Hirn als heiliges Nahrungsmittel – besonders bei Raubtieren. Warum?
• Fettsäuren wie DHA fördern Konzentration und Gehirnleistung
• Phospholipide helfen bei der Zellreparatur
• Lezithin stärkt das Nervensystem
⚠️ Aber Achtung:
• Nur bei gesunden Tieren verwenden
• Niemals roh essen (Gefahr von Prionenkrankheiten wie BSE)
💡 Tamarack empfiehlt: Klein schneiden, gar kochen, mit Wildkräutern servieren – oder zum Gerben verwenden (→ Gehirn-Gerbung, du erinnerst dich!).

🧈 Fett – Das Gold der Wildnis
Fett ist nicht böse. Fett ist Energie in reinster Form.
• 9 kcal pro Gramm (mehr als doppelt so viel wie Protein oder Kohlenhydrate!)
• Essentiell bei einseitiger Ernährung (Stichwort: Rabbit Starvation)
• Ideal zum Braten, Konservieren, als Hautschutz oder Lichtquelle (→ Talgkerze!)
💡 Wichtig: Ohne Fett bringt dich sogar eine komplette Rehkeule ins Grab.
(Rabbit starvation = Eiweißvergiftung ohne Fett – siehe Journal Nutritional Biochemistry, 2018)

🩸 Blut – Flüssiges Eisen mit Überlebensgarantie
In Notlagen ein echter Joker:
• Reich an Hämoglobin (Eisen) und Elektrolyten
• Lässt sich mit Wasser strecken und trinken
• Oder: Mit Mehl oder Eichelmehl vermengen → Blutkuchen (ja, das ist ein echtes Ding!)
💡 Tamarack empfiehlt: Blut immer erhitzen, um Krankheitserreger zu töten – oder trocknen und lagern (!).

🦷 Sehnen, Knorpel und Co. – Deine Bushcraft-Apotheke
• Sehnen = Naturseil (ideal für Bögen oder Nähgarn)
• Knorpel = Gelatine-Lieferant, stärkt Gelenke
• Hufe, Krallen, Zähne = Werkzeug, Schmuck oder Angelhaken
💡 Tamarack: „Wenn du aus einem Tier keinen Nadelset und kein Kochgeschirr machen kannst, hast du es nicht verstanden.“

🔥 Fazit: Das Tier als Apotheke, Tankstelle und Baumarkt
Wenn du in der Wildnis überleben willst, dann hör auf, in Supermarkt-Kategorien zu denken. Ein Tier ist nicht nur „Steak auf Beinen“ – es ist:
• Energiequelle
• Medizinschrank
• Werkzeuglager
• Feuerstarter
• Ernährungsberater
Tamarack Song betont: Nur wer alles nutzt, lebt in echtem Respekt zur Natur.

📚 Quellen:
• Tamarack Song – Extreme Survival Meat
• WHO (2015) – Wildfleisch und Krankheitserreger
• Journal of Clinical Nutrition, 2020
• Wilderness & Environmental Medicine, 2021
• American Journal of Physical Anthropology, 2019

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