Survival Guide: Wie man Kienspan findet

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Einleitung
Kienspan, auch als “Gold des Waldes” bekannt, ist der beste Naturbrennstoff, den du in der Wildnis finden kannst. Egal, ob du ein Lagerfeuer entfachen oder einfach eine Lichtquelle benötigst, Kienspan ist unübertroffen. Trotz seiner hervorragenden Eigenschaften ist es jedoch nicht einfach, ihn zu finden. Dieser Leitfaden hilft dir dabei, zu verstehen, was Kienspan ist, wie er entsteht, wo du ihn findest und wie du ihn verarbeitest. Mit dieser detaillierten Anleitung wirst du in der Lage sein, dieses wertvolle Naturmaterial zu entdecken und zu nutzen.
Was ist Kienspan?
Kienspan ist ein stark harzangereichertes Stück Holz, das aufgrund seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen und Terpentin hervorragend brennt. Es dient nicht nur als Zunder für ein Feuer, sondern wurde früher auch als Lichtquelle genutzt. In der Vergangenheit wurden Kienspäne oft als natürliche Kerzen verwendet, was zu den rußigen Decken in alten Gebäuden führte.
Eigenschaften von Kienspan
• Hoher Harzgehalt: Enthält viele ätherische Öle und Terpentin, die leicht entzündlich sind.
• Langlebig: Dank des Harzes ist das Holz sehr langlebig und verrottet nicht so schnell wie normales Holz.
• Vielseitig: Kann als Zunder, Fackel oder Lichtquelle verwendet werden.
Wie entsteht Kienspan?
Kienspan entsteht, wenn ein Baum verletzt wird. Diese Verletzung kann durch natürliche Ursachen wie abgebrochene Äste oder durch menschliche Eingriffe verursacht werden. Der Baum reagiert auf diese Verletzung, indem er vermehrt Harz zur verletzten Stelle transportiert, um sie zu verschließen und zu schützen. Mit der Zeit härtet dieses Harz aus und das Holz wird “verkient”.
Prozess der Kienspan-Bildung
1 Verletzung des Baumes: Durch äußere Einflüsse wie abgebrochene Äste oder Schnitte.
2 Harzproduktion: Der Baum transportiert Harz zur Verletzungsstelle.
3 Aushärtung: Das Harz härtet aus und schützt die verletzte Stelle.
4 Einlagerung im Holz: Überschüssiges Harz lagert sich im Holz an und macht es stark harzreich.
Wo findet man Kienspan?
Die richtige Baumart
Der Begriff “Kien” leitet sich von der Kiefer ab, die in Deutschland weit verbreitet ist. Die Waldkiefer (Pinus sylvestris) ist die häufigste Art und bietet die besten Chancen, Kienspan zu finden.
Erkennung einer Kiefer
• Borke: Raue, grobe Borke mit großen, leicht abzureißenden Brocken.
• Harzaustritt: Suche nach Stellen, an denen Harz austritt oder wo Äste abgebrochen sind.
Die besten Fundorte
1 Lebende Kiefern mit Verletzungen: Suche nach Kiefern mit abgebrochenen Ästen. Säge den Ast nah am Stamm ab und prüfe den verbleibenden Stummel auf eine orange Verfärbung und einen klaren Harzgeruch.
2 Gefällte Kiefern und Baumstümpfe: In einem Kiefernwald nach gefällten Bäumen oder alten Baumstümpfen suchen. Entferne morsches Holz und prüfe, ob das verbleibende Holz hart und harzreich ist. Besonders Wurzeln können große Mengen Kienspan enthalten.
Wie verarbeite ich Kienspan?
Werkzeuge
• Säge
• Beil
• Messer
Schritte zur Verarbeitung
1 Sägen: Säge die Wurzel oder den harzreichen Teil des gefundenen Holzes ab.
2 Freilegen: Entferne die Rinde und alle Teile des Holzes, die kein Harz enthalten, mit dem Beil oder Messer.
3 Spalten: Spalte das harzreiche Holz in kleinere Stücke.
4 Trocknen: Lasse den Kienspan gut trocknen, bevor du ihn verwendest.
Verwendung
• Zunder: Schabe kleine Stückchen vom Kienspan ab, die sich leicht mit einem Feuerzeug oder Feuerstahl entzünden lassen.
• Lichtquelle: Größere Stücke können als Fackel verwendet werden.
Tipps und Tricks
Auf die Umgebung achten
• Kiefernwälder: Die besten Chancen, Kienspan zu finden, hast du in Kiefernwäldern. Hier gibt es viele alte und gefällte Bäume sowie abgebrochene Äste.
• Verletzte Bäume: Halte Ausschau nach Bäumen mit sichtbaren Verletzungen oder Harzaustritten.
Effiziente Suche
• Zeit mitbringen: Die Suche nach Kienspan kann zeitaufwendig sein, aber der Aufwand lohnt sich.
• Geduld: Es erfordert Geduld und Aufmerksamkeit, die richtigen Stellen zu finden und das harzreiche Holz zu erkennen.
Sicherheit
• Sicherer Umgang mit Werkzeugen: Sei vorsichtig beim Umgang mit Säge, Beil und Messer.
• Brandschutz: Verwende Kienspan nur an sicheren Orten, um ungewollte Waldbrände zu vermeiden.
Fazit
Kienspan ist ein wertvoller Naturbrennstoff, der dir in der Wildnis gute Dienste leisten kann. Mit dem richtigen Wissen und etwas Geduld kannst du dieses “Gold des Waldes” finden und nutzen. Die Suche nach Kienspan ist nicht nur nützlich, sondern auch eine lohnende und bereichernde Erfahrung. Viel Erfolg und Freude bei deiner nächsten Tour durch den Wald!

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