Sind MREs oder EPAs eine gute Investition? Ein umfassender Leitfaden
Mahlzeiten, die sofort verzehrfertig sind (MREs) oder Einmannpackungen (EPAs) gehören oft zur Grundausstattung vieler Prepper. Sie sind ein unverzichtbares Element in Notvorräten, Fluchtrucksäcken und Fahrzeugen. Doch sind diese Produkte tatsächlich eine kluge Investition oder doch eher zu teuer und ungesund? In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Aspekte von MREs und EPAs, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, ob diese Notfallnahrung Teil Ihrer Vorratspläne sein sollte.
Zweck von MREs und EPAs
MREs (Meals Ready-to-Eat) und EPAs (Einmannpackungen) wurden ursprünglich für das Militär entwickelt, um Soldaten im Feld mit nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Ihr primäres Ziel ist es, den Energiebedarf von Soldaten zu decken, indem sie eine vollständige und sofort verzehrfertige Mahlzeit bieten. Diese Mahlzeiten müssen unter extremen Bedingungen haltbar sein und eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicherstellen.
Warum MREs und EPAs in die Notfallvorsorge einbeziehen?
Der Hauptvorteil von MREs und EPAs liegt in ihrer Praktikabilität. Sie sind in sich geschlossene, nicht verderbliche Mahlzeiten, die keine Kühlung erfordern. Jede Packung enthält eine Hauptmahlzeit, Beilagen, Besteck, Gewürze, ein Dessert und oft auch einen Heizbeutel, der das Erwärmen der Mahlzeit ohne zusätzliches Equipment ermöglicht. Diese Eigenschaften machen MREs und EPAs zu einer idealen Notfallnahrung für verschiedene Katastrophenszenarien wie Erdbeben, Hurrikane oder Überschwemmungen.
Wie lange kann man mit MREs überleben?
MREs sind dafür konzipiert, bis zu 21 Tage lang verzehrt zu werden. Dies basiert auf dem militärischen Einsatzplan, der zwei MREs pro Person und Tag für einen Zeitraum von 21 Tagen vorsieht. Diese Rationen decken jedoch nur etwa die Hälfte des täglichen Kalorienbedarfs, weshalb sie durch mindestens eine zusätzliche Mahlzeit ergänzt werden sollten, um eine ausreichende Kalorienzufuhr sicherzustellen.
Haltbarkeit von MREs und EPAs
Die durchschnittliche Haltbarkeit von MREs beträgt etwa drei Jahre, wobei die tatsächliche Lagerfähigkeit stark von den Lagerbedingungen abhängt. Eine kühle, trockene und lichtgeschützte Lagerung kann die Haltbarkeit verlängern. Es ist ratsam, regelmäßig zu überprüfen und eine Rotationsstrategie zu entwickeln, um die Frische der Vorräte zu gewährleisten.
Wie viele MREs sollte man lagern?
Basierend auf dem militärischen Modell sollten pro Person mindestens 126 MREs gelagert werden. Dies entspricht 2 MREs pro Tag für 21 Tage, multipliziert mit drei Jahren Haltbarkeit. Da ein Karton typischerweise 12 Mahlzeiten enthält, wären dies etwa 10,5 Kartons pro Person. Um die Lagerung und den Verzehr zu erleichtern, kann aufgerundet auf 12 Kartons pro Person werden.
Rotation der Vorräte
Um sicherzustellen, dass die gelagerten MREs nicht ablaufen, sollten Sie jährlich vier Kartons verbrauchen und durch neue ersetzen. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Rotation und stellt sicher, dass immer frische Vorräte verfügbar sind. Wenn MREs in Intervallen von 21 Tagen verzehrt werden, kann es erforderlich sein, die Menge zu verdoppeln und entsprechend mehr zu rotieren.
Nebenwirkungen des Verzehrs von MREs
Der regelmäßige Verzehr von MREs kann zu Verdauungsproblemen führen, da diese Lebensmittel für den langfristigen Gebrauch nicht konzipiert sind. MREs sind darauf ausgelegt, die Verdauung zu verlangsamen und enthalten daher wenig Ballaststoffe, was zu Verstopfung führen kann. Wie bei jeder Ernährungsumstellung können auch andere körperliche Reaktionen auftreten, daher sollte man sich schrittweise an den Konsum gewöhnen.
Sind MREs die einzige notwendige Notfallnahrung?
MREs sollten nicht die einzige Quelle für Notfallnahrung sein. Es ist wichtig, eine ausgewogene Ernährungsstrategie zu verfolgen, die auch andere haltbare Lebensmittel umfasst. Gefriergetrocknete Produkte in Dosen bieten eine langlebige Alternative mit einer Haltbarkeit von 10 bis 30 Jahren und erfordern weniger Rotationsaufwand.
MREs für Fluchtrucksäcke geeignet?
Für Fluchtrucksäcke sind MREs aufgrund ihres Gewichts und Volumens möglicherweise nicht die beste Wahl. Leichtere und kompaktere Alternativen wie gefriergetrocknete Lebensmittel oder Riegel können eine praktischere Option darstellen. Zudem sind die Heizbeutel in MREs oft nicht TSA-konform und dürfen daher nicht im Fluggepäck transportiert werden.
Lagerung von MREs
Es ist sinnvoll, MREs als Ergänzung zu einem breiten Spektrum an Notfallnahrungsmitteln zu lagern. Ein Beispiel ist die Lagerung von 90 Tagen Lebensmittelvorräten und zusätzlich 24 Kartons MREs pro Person. Durch die regelmäßige Nutzung und Rotation, z.B. auf Reisen oder bei Outdoor-Aktivitäten, bleibt die Vorratshaltung aktuell und frisch.
Teilen von MREs in Notfällen
Eine ausreichende Menge an MREs kann auch dazu beitragen, in Notfällen Familie, Freunde oder Nachbarn zu unterstützen. Indem man einen Teil der Vorräte als temporäre Hilfe bereitstellt, können andere Menschen in Sicherheit gebracht werden, ohne dass der eigene Langzeitvorrat erheblich beeinträchtigt wird.
Fazit
MREs und EPAs sind eine nützliche Ergänzung zu jeder Notfallvorsorge, sollten jedoch nicht die einzige Quelle für Notfallnahrung sein. Die sorgfältige Planung und Rotation der Vorräte sowie die Kombination mit anderen haltbaren Lebensmitteln gewährleisten eine ausgewogene und langfristige Ernährungssicherheit. Probieren Sie verschiedene MREs aus, um zu sehen, wie Ihr Körper darauf reagiert und welche Mahlzeiten Ihnen am besten schmecken. So können Sie Ihre Notfallversorgung optimal anpassen und sind bestens auf verschiedene Szenarien vorbereitet.
Investieren Sie in eine sinnvolle Mischung aus MREs, gefriergetrockneten Lebensmitteln und anderen haltbaren Produkten, um eine umfassende und nachhaltige Notfallvorsorge zu gewährleisten.

Leave a Reply