Schielen verstehen – Wenn die Seele den Blick verschiebt

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Von Heiko Gärtner – Wildnismediziner, Seelenforscher und Naturbeobachter

🎯 Einführung: Schielen ist kein Defekt – es ist ein Ausdruck der Seele
Wenn ein Mensch schielt, ist das oft mehr als ein optisches Phänomen. Es ist eine Schutzreaktion, eine Art visueller Schrei nach Orientierung, Sicherheit oder innerem Halt. Schielen kann in alle Richtungen auftreten: nach innen, außen, oben, unten oder rollend. Und jede Blickverschiebung erzählt eine andere seelische Geschichte.

🔍 Die 6 äußeren Augenmuskeln – Wächter der Blickrichtung
• Innerer gerader Muskel → zieht das Auge zur Nase (einwärts)
• Äußerer gerader Muskel → zieht es zur Schläfe (auswärts)
• Oberer gerader Muskel → Blick nach oben
• Unterer gerader Muskel → Blick nach unten
• Oberer schiefer Muskel (Rollmuskel) → rollt das Auge nach innen und senkt es
• Unterer schiefer Muskel → rollt das Auge nach außen und hebt es
Jeder Muskel reagiert auf unverdaute seelische Konflikte, die sich bildhaft im Blick manifestieren.

⚡ Die Natur der Konflikte: Ein Tierblick in der Falle
Wenn ein Reh sieht, wie sein Kind vom Wolf geholt wird, wendet es den Blick ab. In der Natur ist diese Reaktion kurzfristig. Beim Menschen jedoch bleibt der Schock als Dauerprogramm aktiv. Das Auge fixiert den Konflikt, bis er aufgelöst wird.

🧠 Biologische Logik: Wohin wir schauen, zeigt wohin die Seele sucht
🔁 Einwärtsschielen:
• Bedeutung: Ich will etwas nicht loslassen.
• Beispiel: Ein Kind verliert den Vater nach der Scheidung. Es kann den Verlust nicht akzeptieren und „holt“ ihn ins Innere – die Augen ziehen sich zur Mitte.
🔁 Auswärtsschielen:
• Bedeutung: Ich suche etwas Verlorenes im Außen.
• Beispiel: Ein Kind wird alleingelassen – es scannt permanent den Raum nach seinen Eltern.
🔁 Oben/unten-Schielen:
• Bedeutung: Ich will etwas Oberes/Unteres nicht sehen.
• Beispiel: Missbrauch, Unterwürfigkeit, Autoritätsprobleme.
🔁 Roll-Schielen:
• Bedeutung: Ich will die Welt verdrehen, um sie nicht aushalten zu müssen.
• Beispiel: Ein Kind in der Geisterbahn rollt die Augen weg – „Ich will das nicht sehen!“

👶 Traumata aus Kindheitstagen – Wenn Blickschutz zum Dauerprogramm wird
• Der Junge in der Geisterbahn wird gezwungen mitzufahren → Blick weicht dauerhaft aus
• Nachts Angst → Dunkelheit = unberechenbar = Gefahr → Schielen bei Nacht
• Kind wird ins Nebenzimmer verbannt → sucht die Eltern → auswärtiges Schielen

🔥 Der „Brockenkonflikt“ – Wenn Gesehenes unverdaulich bleibt
Ein Soldat sieht, wie Kameraden durch eine Mine sterben. Die Bilder verfolgen ihn. Das Auge will es nicht gesehen haben, will es rückgängig machen. Solch ein Brocken erzeugt einen Konflikt im Uraugenbecher (Iris, Aderhaut, Ziliarkörper).
Mögliche Erkrankungen:
• Iris-/Aderhautentzündung
• Ziliarkörper-Tumor
• Pupillarknötchen
• Kolobom (Spalt in der Iris)

🔬 Der Ablauf: Von der aktiven Phase zur Heilungskrise
1 Konfliktschock → Dauerstress → Schutzprogramm aktiviert
2 Auflösung → Energieerholung → Regeneration beginnt
3 Heilungskrise → Symptome wie Entzündung, Schmerz, Sehstörung
Wichtig: In der aktiven Phase merkt man meist nichts. Erst in der Heilung kommen Symptome.

🌌 Der Traum vom Tod – oder das Erwachen ins Leben
Tod ist nicht real. Energie geht nie verloren. Wer glaubt, getrennt zu sein, bleibt im Schielen gefangen. Wer erkennt, dass alles eins ist, heilt den Blick.
Zitat:
„Ein Träumer hält den Traum für real – bis er erwacht. Dann erkennt er: Es war nur ein Kapitel im unendlichen Buch der Energie.“

🛠️ Survival-Therapie für Therapeuten
🔎 Diagnosefragen:
• Wann trat das Schielen das erste Mal auf?
• Welche Richtung hat das Schielen?
• Welcher Muskel ist aktiv? (siehe oben)
• Kinesiologischer Test: Seh- oder Flüchtlingskonflikt?
🧭 Interpretation:
• Einwärtsschielen: Rückzug, Ohnmacht, innerer Schutz
• Auswärtsschielen: Suche im Außen, Sehnsucht
• Oben/unten: Verbot zu sehen, Über- oder Unterordnung

📘 Fazit: Schielen ist der Blick der Seele auf das Unsichtbare
Wer schielt, versucht, sich zu schützen – vor Verlust, vor Schmerz, vor Trennung. Doch die Lösung liegt nicht im Wegsehen, sondern im Hinsehen, Annehmen und Integrieren.
Heilung beginnt, wenn wir erkennen:
„Ich darf wieder sehen – innen wie außen – weil ich weiß: Alles ist Eins. Nichts kann mich wirklich verlassen.“
Und das ist der Moment, in dem der Blick sich befreit. Und mit ihm – der ganze Mensch.


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