Natürliche Alternativen zu Anxiolytika in einer SHTF-Situation
In einer SHTF-Situation, in der der Zugang zu schulmedizinischen Mitteln eingeschränkt oder nicht vorhanden ist, kann das Wissen um natürliche Alternativen lebensrettend sein. Anxiolytika wie Benzodiazepine (Diazepam, Lorazepam) und Nicht-Benzodiazepine (Buspiron) werden zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt. Das plötzliche Weglassen dieser Medikamente kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Hier sind zehn Pflanzen, die als natürliche Alternativen dienen können.
1. Baldrian (Valeriana officinalis)
Fundort und Pflanzenteile
Baldrian wächst in Europa und Asien. Die Wurzel wird medizinisch genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Baldrianwurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 3 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Baldrian wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Magenbeschwerden und Schläfrigkeit sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Diazepam (Benzodiazepine)
2. Passionsblume (Passiflora incarnata)
Fundort und Pflanzenteile
Passionsblume wächst in Nord- und Südamerika. Die Blätter und Blüten werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Blätter und Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 3 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Passionsblume wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Schläfrigkeit und Schwindel sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Lorazepam (Benzodiazepine)
3. Lavendel (Lavandula angustifolia)
Fundort und Pflanzenteile
Lavendel wächst in Europa, besonders im Mittelmeerraum. Die Blüten werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 2 Tassen täglich.
• Aromatherapie: Einige Tropfen Lavendelöl in heißes Wasser geben und die Dämpfe inhalieren.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Lavendel wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Hautreaktionen und Schläfrigkeit sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Buspiron (Nicht-Benzodiazepine)
4. Melisse (Melissa officinalis)
Fundort und Pflanzenteile
Melisse wächst in Europa, besonders im Mittelmeerraum. Die Blätter werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Melissenblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 3 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Melisse wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können allergische Reaktionen und Magenbeschwerden sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Diazepam (Benzodiazepine)
5. Hopfen (Humulus lupulus)
Fundort und Pflanzenteile
Hopfen wächst in Europa und Nordamerika. Die Zapfen (Fruchtstände) werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 2 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Hopfen wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Schläfrigkeit und allergische Reaktionen sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Lorazepam (Benzodiazepine)
6. Kamille (Matricaria chamomilla)
Fundort und Pflanzenteile
Kamille wächst in Europa und Asien. Die Blüten werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Kamillenblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 3 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Kamille wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können allergische Reaktionen und Schläfrigkeit sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Buspiron (Nicht-Benzodiazepine)
7. Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Fundort und Pflanzenteile
Johanniskraut wächst in Europa und Asien. Die Blüten und Blätter werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Johanniskrautblüten und -blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 2 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Buspiron (Nicht-Benzodiazepine)
8. Kava Kava (Piper methysticum)
Fundort und Pflanzenteile
Kava Kava wächst auf den pazifischen Inseln. Die Wurzel wird genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete und gemahlene Kava Kava-Wurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 1 Tasse täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Kava Kava wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Leberschäden und Schläfrigkeit sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Diazepam (Benzodiazepine)
9. Ashwagandha (Withania somnifera)
Fundort und Pflanzenteile
Ashwagandha wächst in Indien und Afrika. Die Wurzel wird genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete und gemahlene Ashwagandha-Wurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 2 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Ashwagandha wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Magenbeschwerden und allergische Reaktionen sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Buspiron (Nicht-Benzodiazepine)
10. Zitronenverbene (Aloysia citrodora)
Fundort und Pflanzenteile
Zitronenverbene wächst in Südamerika. Die Blätter werden genutzt.
Zubereitung und Dosierung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Zitronenverbenenblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Maximal 3 Tassen täglich.
Wirkungen und Nebenwirkungen
Zitronenverbene wirkt beruhigend und anxiolytisch. Nebenwirkungen können Magenbeschwerden und allergische Reaktionen sein.
Schulmedizinisches Äquivalent
• Lorazepam (Benzodiazepine)
Hinweise zur Selbstmedikation
Die Selbstmedikation mit Pflanzen sollte stets mit Vorsicht durchgeführt werden. Es ist wichtig, die Dosierung genau einzuhalten und auf mögliche Nebenwirkungen zu achten. Bei schweren Symptomen oder Unsicherheiten sollte, wenn möglich, ein Arzt konsultiert werden. In einer SHTF-Situation kann das Wissen um diese natürlichen Alternativen jedoch lebensrettend sein.
4o

Leave a Reply