Natürliche Alternativen zu Antihypertensiva (Blutdrucksenkern) in einer SHTF-Situation
In einer SHTF (Shit Hits The Fan)-Situation, in der der Zugang zu allopathischen Medikamenten eingeschränkt oder nicht vorhanden ist, kann es notwendig sein, auf pflanzliche Alternativen zurückzugreifen. Hier sind einige pflanzliche Optionen, die als Ersatz für verschiedene Antihypertensiva dienen können:
1. ACE-Hemmer
Alternative Pflanze: Knoblauch (Allium sativum)
Vorkommen: Knoblauch wird weltweit angebaut und ist in vielen Haushalten und Gärten zu finden.
Verwendeter Teil: Knollen (Zehen)
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Knoblauchzehen schälen und fein hacken oder zerdrücken.
• Anwendung: Konsumieren Sie täglich 1-2 rohe Knoblauchzehen. Sie können sie auch in der Nahrung verarbeiten, jedoch ist der Verzehr von rohem Knoblauch effektiver für die blutdrucksenkende Wirkung.
Dosierung:
• Rohe Knoblauchzehen: 1-2 Zehen pro Tag.
• Knoblauchextrakt: Falls verfügbar, 600-1200 mg pro Tag.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend: Knoblauch enthält Allicin, welches die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck senkt.
• Ersatz für: Ramipril, Enalapril
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Mundgeruch, Verdauungsbeschwerden.
• Vorsicht: Bei übermäßigem Verzehr kann es zu Blutverdünnung und erhöhter Blutungsneigung kommen.
2. Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (Sartane)
Alternative Pflanze: Hibiskus (Hibiscus sabdariffa)
Vorkommen: Hibiskus wächst in tropischen und subtropischen Regionen und wird oft als Zierpflanze angebaut.
Verwendeter Teil: Blütenkelche
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Blütenkelche und bereiten Sie daraus Tee.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1-2 Teelöffel getrocknete Blütenkelche mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Hibiskustee: 1-2 Teelöffel getrocknete Blütenkelche pro Tasse, 2-3 Tassen täglich.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend: Hibiskus enthält Anthocyane und andere Verbindungen, die die Blutgefäße entspannen und den Blutdruck senken.
• Ersatz für: Losartan, Valsartan
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Magenbeschwerden, Kopfschmerzen.
• Vorsicht: Kann den Östrogenspiegel beeinflussen und ist bei Schwangerschaft nicht empfohlen.
3. Betablocker
Alternative Pflanze: Weißdorn (Crataegus monogyna)
Vorkommen: Weißdorn wächst in gemäßigten Zonen und ist in Wäldern, Hecken und Gärten zu finden.
Verwendeter Teil: Blüten, Blätter, Beeren
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Blüten und Blätter und bereiten Sie daraus Tee.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1-2 Teelöffel getrocknete Weißdornblüten und -blätter mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Weißdorntee: 1-2 Teelöffel getrocknete Blüten und Blätter pro Tasse, 2-3 Tassen täglich.
• Weißdornextrakt: 160-900 mg pro Tag, falls verfügbar.
Wirkung:
• Herzstärkend und blutdrucksenkend: Weißdorn verbessert die Herzfunktion und kann helfen, den Blutdruck zu senken.
• Ersatz für: Metoprolol, Bisoprolol
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel.
• Vorsicht: Kann Wechselwirkungen mit anderen Herzmedikamenten haben.
4. Calciumkanalblocker
Alternative Pflanze: Baldrian (Valeriana officinalis)
Vorkommen: Baldrian wächst in Europa und Asien, oft in feuchten Wiesen und entlang von Flüssen.
Verwendeter Teil: Wurzeln
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Wurzeln und bereiten Sie daraus Tee oder Tinktur.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1 Teelöffel getrocknete Baldrianwurzel mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Baldriantee: 1 Teelöffel getrocknete Wurzel pro Tasse, 2-3 Tassen täglich.
• Baldriantinktur: 1-3 ml pro Tag, falls verfügbar.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend und beruhigend: Baldrian entspannt die Blutgefäße und hat eine beruhigende Wirkung, die helfen kann, den Blutdruck zu senken.
• Ersatz für: Amlodipin, Verapamil
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden.
• Vorsicht: Kann bei übermäßiger Nutzung zu Abhängigkeit führen und die Wirkung von Beruhigungsmitteln verstärken.
5. Diuretika
Alternative Pflanze: Brennnessel (Urtica dioica)
Vorkommen: Brennnessel wächst in gemäßigten Klimazonen und ist in Wäldern, Gärten und an Straßenrändern weit verbreitet.
Verwendeter Teil: Blätter
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Blätter und bereiten Sie daraus Tee.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1-2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Brennnesseltee: 1-2 Teelöffel getrocknete Blätter pro Tasse, 2-3 Tassen täglich.
Wirkung:
• Harntreibend: Brennnessel erhöht die Urinproduktion und hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen, was den Blutdruck senken kann.
• Ersatz für: Hydrochlorothiazid, Furosemid
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Magenbeschwerden, Hautausschläge (bei Kontakt mit frischen Pflanzen).
• Vorsicht: Kann die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken.
6. Berberin (Berberis vulgaris)
Alternative Pflanze: Berberitze (Berberis vulgaris)
Vorkommen: Berberitze wächst in Europa, Nordafrika und Westasien, oft in Wäldern und Hecken.
Verwendeter Teil: Wurzeln und Rinde
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Wurzeln und Rinde und bereiten Sie daraus Tee oder Tinktur.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1 Teelöffel getrocknete Wurzeln oder Rinde mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Berberin: 500 mg, 2-3 Mal täglich.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend und blutzuckersenkend: Berberin hat blutdruck- und blutzuckersenkende Eigenschaften und kann die Insulinempfindlichkeit verbessern.
• Ersatz für: ACE-Hemmer und Sartane
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen.
• Vorsicht: Nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit verwenden.
7. Olive (Olea europaea)
Alternative Pflanze: Olivenblätter
Vorkommen: Der Olivenbaum wächst in Mittelmeerländern, aber auch in anderen subtropischen und gemäßigten Regionen.
Verwendeter Teil: Blätter
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Blätter und bereiten Sie daraus Tee.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1-2 Teelöffel getrocknete Olivenblätter mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Olivenblatt-Extrakt: 500-1000 mg pro Tag.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend und antioxidativ: Olivenblätter enthalten Oleuropein, das blutdrucksenkende und antioxidative Eigenschaften hat.
• Ersatz für: ACE-Hemmer und Calciumkanalblocker
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen.
• Vorsicht: Kann die Wirkung von Insulin und blutzuckersenkenden Medikamenten verstärken.
8. Rote Beete (Beta vulgaris)
Alternative Pflanze: Rote Beete
Vorkommen: Rote Beete wird weltweit angebaut und ist in vielen Gärten und auf Bauernmärkten zu finden.
Verwendeter Teil: Wurzeln und Blätter
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Rote Beete roh essen, entsaften oder kochen.
• Anwendung: Trinken Sie täglich ein Glas (250 ml) Rote-Beete-Saft oder essen Sie die gekochten Wurzeln als Teil Ihrer Mahlzeiten.
Dosierung:
• Rote-Beete-Saft: 250 ml pro Tag.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend: Rote Beete enthält Nitrate, die den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße senken.
• Ersatz für: Diuretika und Betablocker
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Rote Beete kann den Urin und Stuhl rot färben.
• Vorsicht: Kann den Kaliumspiegel erhöhen und sollte bei Menschen mit Nierenproblemen vorsichtig verwendet werden.
9. Passionsblume (Passiflora incarnata)
Alternative Pflanze: Passionsblume
Vorkommen: Passionsblume wächst in warmen Klimazonen, besonders in Südamerika und den südlichen USA.
Verwendeter Teil: Blüten, Blätter und Stängel
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Blüten, Blätter und Stängel und bereiten Sie daraus Tee.
• Anwendung: Überbrühen Sie 1 Teelöffel getrocknete Pflanzenteile mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen und trinken Sie ihn 2-3 Mal täglich.
Dosierung:
• Passionsblumentee: 1 Teelöffel getrocknete Pflanzenteile pro Tasse, 2-3 Tassen täglich.
• Passionsblumenextrakt: 200-300 mg pro Tag.
Wirkung:
• Beruhigend und blutdrucksenkend: Passionsblume wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann helfen, den Blutdruck zu senken.
• Ersatz für: Betablocker und Calciumkanalblocker
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Schläfrigkeit, Schwindel.
• Vorsicht: Kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln und Antidepressiva verstärken.
10. Zimt (Cinnamomum verum)
Alternative Pflanze: Ceylon-Zimt
Vorkommen: Ceylon-Zimt wächst in Sri Lanka und Südindien, kann aber auch in anderen tropischen Regionen angebaut werden.
Verwendeter Teil: Rinde
Zubereitung und Anwendung:
• Zubereitung: Trocknen Sie die Rinde und mahlen Sie sie zu Pulver.
• Anwendung: Verwenden Sie 1-2 Teelöffel Zimtpulver täglich in Lebensmitteln oder als Tee.
Dosierung:
• Zimtpulver: 1-2 Teelöffel pro Tag.
Wirkung:
• Blutdrucksenkend und blutzuckersenkend: Zimt hat blutdruck- und blutzuckersenkende Eigenschaften.
• Ersatz für: ACE-Hemmer und Diuretika
Nebenwirkungen:
• Mögliche Nebenwirkungen: Bei übermäßigem Gebrauch kann Ceylon-Zimt Leberschäden verursachen.
• Vorsicht: Vermeiden Sie Cassia-Zimt, der in hohen Dosen schädlich sein kann.
Allgemeine Warnung zur Selbstmedikation
Während pflanzliche Alternativen hilfreich sein können, ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein:
• Individuelle Reaktionen: Menschen reagieren unterschiedlich auf pflanzliche Heilmittel. Was für den einen wirkt, kann für den anderen weniger effektiv oder sogar schädlich sein.
• Dosierung: Die richtige Dosierung ist entscheidend. Zu viel kann giftig sein, während zu wenig möglicherweise nicht die gewünschte Wirkung zeigt.
• Wechselwirkungen: Pflanzliche Mittel können mit anderen Medikamenten interagieren und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.
• Allergien: Einige Menschen können allergisch auf bestimmte Pflanzen reagieren.
• Qualität und Reinheit: Die Reinheit und Qualität von selbst gesammelten oder gekauften Pflanzen kann variieren.
In einer SHTF-Situation ist es wichtig, Vorsicht walten zu lassen und nach Möglichkeit medizinischen Rat einzuholen, bevor Sie sich selbst mit pflanzlichen Alternativen behandeln.

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