Natürliche Alternativen zu Antihistaminika in einer SHTF-Situation

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shania

In einer Situation, in der der Zugang zu schulmedizinischen Medikamenten eingeschränkt oder unmöglich ist, können Pflanzen aus der Natur eine wertvolle Alternative darstellen. Antihistaminika werden üblicherweise zur Behandlung von Allergien, Juckreiz und Magenerkrankungen verwendet. Das plötzliche Absetzen dieser Medikamente kann zu ernsthaften Beschwerden führen. Hier sind zehn Pflanzen beschrieben, die als natürliche Alternativen zu klassischen H1- und H2-Antihistaminika dienen können.
1. Brennnessel (Urtica dioica)
Anwendung und Zubereitung
Brennnesseln wachsen weltweit in gemäßigten Klimazonen, oft an Waldrändern und auf Brachflächen. Verwendet werden die Blätter und Wurzeln.
Zubereitung
• Tee: 1-2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Tinktur: Frische Blätter und Wurzeln in Alkohol einlegen und für 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Tinktur: 20-30 Tropfen dreimal täglich
Wirkung und Ersatz für
Brennnessel hat entzündungshemmende und antihistaminische Eigenschaften und kann als Ersatz für H1-Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin verwendet werden.
Nebenwirkungen
Magenbeschwerden, allergische Reaktionen
2. Kamille (Matricaria chamomilla)
Anwendung und Zubereitung
Kamille wächst in vielen Teilen der Welt, bevorzugt in sandigen Böden. Verwendet werden die Blüten.
Zubereitung
• Tee: 1-2 Teelöffel getrocknete Kamillenblüten mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Öl: Die Blüten in Öl einlegen und für 6 Wochen an einem sonnigen Ort stehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Öl: Äußerlich anwenden
Wirkung und Ersatz für
Kamille hat entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Allergische Reaktionen, besonders bei Personen mit Allergien gegen Korbblütler
3. Pfefferminze (Mentha piperita)
Anwendung und Zubereitung
Pfefferminze wächst in gemäßigten Klimazonen, oft in feuchten Böden. Verwendet werden die Blätter.
Zubereitung
• Tee: 1-2 Teelöffel getrocknete Pfefferminzblätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Öl: Frische Blätter in Öl einlegen und für 6 Wochen an einem sonnigen Ort stehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Öl: Äußerlich anwenden oder 1-2 Tropfen oral einnehmen
Wirkung und Ersatz für
Pfefferminze hat kühlende und entzündungshemmende Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Sodbrennen, allergische Reaktionen
4. Quercetin-reiche Pflanzen (z.B. Äpfel, Zwiebeln)
Anwendung und Zubereitung
Quercetin ist ein Flavonoid, das in vielen Pflanzen wie Äpfeln und Zwiebeln vorkommt.
Zubereitung
• Rohverzehr: Täglich frische Äpfel und Zwiebeln essen.
• Extrakt: Zwiebeln und Äpfel zu einem Saft oder Extrakt verarbeiten.
Dosierung
• Rohverzehr: 1-2 Äpfel täglich oder eine halbe Zwiebel täglich
• Extrakt: 20-30 ml Saft oder Extrakt täglich
Wirkung und Ersatz für
Quercetin hat starke antihistaminische und entzündungshemmende Eigenschaften und kann als Ersatz für H1-Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin verwendet werden.
Nebenwirkungen
Magenbeschwerden bei hoher Dosierung
5. Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
Anwendung und Zubereitung
Süßholz wächst in Europa und Asien. Verwendet wird die Wurzel.
Zubereitung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Süßholzwurzel mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Tinktur: Die Wurzel in Alkohol einlegen und für 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 1-2 Tassen täglich
• Tinktur: 15-20 Tropfen dreimal täglich
Wirkung und Ersatz für
Süßholz wirkt entzündungshemmend und kann als Ergänzung zu H2-Antihistaminika wie Ranitidin und Famotidin verwendet werden.
Nebenwirkungen
Bluthochdruck, Wasseransammlungen
6. Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Anwendung und Zubereitung
Löwenzahn wächst in vielen Teilen der Welt. Verwendet werden die Blätter und Wurzeln.
Zubereitung
• Tee: 1-2 Teelöffel getrocknete Löwenzahnblätter oder Wurzeln mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Tinktur: Die Blätter und Wurzeln in Alkohol einlegen und für 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Tinktur: 20-30 Tropfen dreimal täglich
Wirkung und Ersatz für
Löwenzahn hat verdauungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H2-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Magenbeschwerden, allergische Reaktionen
7. Basilikum (Ocimum basilicum)
Anwendung und Zubereitung
Basilikum wächst in warmen Klimazonen und kann in Gärten angebaut werden. Verwendet werden die Blätter.
Zubereitung
• Tee: 1-2 Teelöffel getrocknete Basilikumblätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Tinktur: Die Blätter in Alkohol einlegen und für 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Tinktur: 20-30 Tropfen dreimal täglich
Wirkung und Ersatz für
Basilikum hat antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Keine bekannten Nebenwirkungen in üblichen Dosierungen
8. Kurkuma (Curcuma longa)
Anwendung und Zubereitung
Kurkuma wächst in tropischen Regionen und wird aus der Wurzel gewonnen.
Zubereitung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kurkumapulver mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Paste: Kurkumapulver mit Wasser zu einer Paste vermischen und äußerlich anwenden.
Dosierung
• Tee: 1-2 Tassen täglich
• Paste: Äußerlich anwenden bei Bedarf
Wirkung und Ersatz für
Kurkuma hat starke entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Magenbeschwerden, besonders bei hoher Dosierung
9. Schafgarbe (Achillea millefolium)
Anwendung und Zubereitung
Schafgarbe wächst in Europa und Nordamerika. Verwendet werden die Blüten und Blätter.
Zubereitung
• Tee: 1 Teelöffel getrocknete Blüten und Blätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Tinktur: Die Pflanzenteile in Alkohol einlegen und für 2-4 Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Tinktur: 20-30 Tropfen dreimal täglich
Wirkung und Ersatz für
Schafgarbe wirkt entzündungshemmend und krampflösend und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Allergische Reaktionen, besonders bei Personen mit Allergien gegen Korbblütler
10. Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Anwendung und Zubereitung
Johanniskraut wächst in trockenen, sonnigen Lagen. Verwendet werden die Blüten und oberen Teile der Pflanze.
Zubereitung
• Tee: 2 Teelöffel getrocknetes Johanniskraut mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
• Öl: Die Blüten in Öl einlegen und für 6 Wochen an einem sonnigen Ort stehen lassen. Danach abseihen.
Dosierung
• Tee: 2-3 Tassen täglich
• Öl: Äußerlich anwenden
Wirkung und Ersatz für
Johanniskraut hat entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften und kann als Ergänzung zu H1-Antihistaminika verwendet werden.
Nebenwirkungen
Sonnenempfindlichkeit, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Warnung zur Selbstmedikation
Die Anwendung pflanzlicher Heilmittel kann Risiken bergen, besonders wenn sie unsachgemäß dosiert oder ohne Rücksprache mit einem Fachmann verwendet werden. Einige Pflanzen können starke Nebenwirkungen haben oder mit anderen Medikamenten interagieren. Bei schweren Allergien oder Magenproblemen ist es unerlässlich, professionelle Hilfe zu suchen, auch in einer Notsituation.
Die hier vorgestellten Pflanzen bieten eine Auswahl an natürlichen Alternativen zu Antihistaminika. Eine genaue Kenntnis der Zubereitung und Dosierung sowie eine Beobachtung möglicher Nebenwirkungen sind unerlässlich, um ihre Anwendung sicher und effektiv zu gestalten.


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