Naturheilmittel als Ersatz für dermatologische Präparate in einer SHTF-Situation
In einer “Shit Hits The Fan” (SHTF) Situation, in der der Zugang zu schulmedizinischen Medikamenten eingeschränkt ist, kann das Wissen um pflanzliche Alternativen lebensrettend sein. Dieser Artikel beschreibt, wie bestimmte allopathische Medikamente durch Pflanzen aus der Natur ersetzt werden können. Es wird erklärt, wo man diese Pflanzen findet, welche Teile der Pflanze verwendet werden, wie man das Heilmittel zubereitet, wie man es dosiert und welche möglichen Nebenwirkungen auftreten können.
Kortikosteroide
1. Hydrocortison und Betamethason (Kortikosteroide)
Kortikosteroide werden häufig zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, Allergien und Ekzemen eingesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und juckreizlindernd.
Pflanzlicher Ersatz: Ringelblume (Calendula officinalis)
• Fundort: Gärten, Wiesen, Felder
• Verwendeter Pflanzenteil: Blütenblätter
• Zubereitung: Die Blütenblätter trocknen und anschließend zu einem Öl oder einer Salbe verarbeiten. Dazu etwa 100 g getrocknete Blütenblätter in 500 ml Olivenöl geben und zwei Wochen an einem warmen, sonnigen Ort ziehen lassen. Danach abseihen und in einem dunklen Gefäß aufbewahren.
• Dosierung: Mehrmals täglich dünn auf die betroffene Hautstelle auftragen.
• Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen bei empfindlichen Personen.
• Wirkung: Entzündungshemmend, antibakteriell, wundheilungsfördernd.
• Ersatz für: Hydrocortison, Betamethason
Antiseptika
2. Chlorhexidin und Povidon-Iod (Antiseptika)
Antiseptika werden verwendet, um Wunden zu desinfizieren und Infektionen zu verhindern.
Pflanzlicher Ersatz: Knoblauch (Allium sativum)
• Fundort: Gärten, Wildwuchs
• Verwendeter Pflanzenteil: Knolle
• Zubereitung: Eine frische Knoblauchzehe zerdrücken und den Saft extrahieren. Den Saft mit etwas Wasser verdünnen.
• Dosierung: Die verdünnte Lösung direkt auf die Wunde auftragen. Einmal täglich erneuern.
• Nebenwirkungen: Hautreizungen bei direktem Kontakt mit unverdünntem Saft.
• Wirkung: Antibakteriell, antiviral, antifungal.
• Ersatz für: Chlorhexidin, Povidon-Iod
Weitere pflanzliche Alternativen
3. Johanniskraut (Hypericum perforatum)
• Fundort: Wiesen, Waldränder
• Verwendeter Pflanzenteil: Blüten und Blätter
• Zubereitung: Blüten und Blätter in Öl einlegen und zwei Wochen ziehen lassen.
• Dosierung: Äußerlich auf die betroffene Stelle auftragen.
• Nebenwirkungen: Photosensibilisierung (Lichtempfindlichkeit).
• Wirkung: Antibakteriell, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd.
• Ersatz für: Leichte antiseptische Mittel
4. Aloe Vera (Aloe barbadensis miller)
• Fundort: Kultiviert in Gärten, Innenräumen
• Verwendeter Pflanzenteil: Blätter
• Zubereitung: Gel aus den Blättern extrahieren.
• Dosierung: Direkt auf die Haut auftragen.
• Nebenwirkungen: Selten allergische Reaktionen.
• Wirkung: Feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend, fördert die Wundheilung.
• Ersatz für: Hydrocortison
5. Kamille (Matricaria chamomilla)
• Fundort: Wiesen, Felder, Gärten
• Verwendeter Pflanzenteil: Blüten
• Zubereitung: Blüten zu einem Tee aufbrühen und als Umschlag verwenden.
• Dosierung: Mehrmals täglich als Umschlag anwenden.
• Nebenwirkungen: Selten allergische Reaktionen.
• Wirkung: Entzündungshemmend, antibakteriell, beruhigend.
• Ersatz für: Leichte Kortikosteroide
6. Teebaum (Melaleuca alternifolia)
• Fundort: Kultiviert, ursprünglich Australien
• Verwendeter Pflanzenteil: Blätter (Öl)
• Zubereitung: Teebaumöl kann direkt verwendet werden, sollte jedoch verdünnt werden.
• Dosierung: Verdünntes Öl auf die betroffene Stelle auftragen.
• Nebenwirkungen: Hautreizungen bei unverdünntem Gebrauch.
• Wirkung: Antiseptisch, antifungal.
• Ersatz für: Chlorhexidin, Povidon-Iod
7. Wegerich (Plantago major)
• Fundort: Wiesen, Wegränder
• Verwendeter Pflanzenteil: Blätter
• Zubereitung: Blätter zerdrücken und direkt auf die Wunde legen.
• Dosierung: Mehrmals täglich anwenden.
• Nebenwirkungen: Keine bekannt.
• Wirkung: Entzündungshemmend, wundheilungsfördernd.
• Ersatz für: Leichte antiseptische Mittel
8. Echinacea (Echinacea purpurea)
• Fundort: Gärten, Wildwuchs
• Verwendeter Pflanzenteil: Wurzeln, Blüten
• Zubereitung: Tinktur herstellen (Wurzeln und Blüten in Alkohol einlegen).
• Dosierung: Verdünnt äußerlich auftragen.
• Nebenwirkungen: Selten allergische Reaktionen.
• Wirkung: Immunstärkend, entzündungshemmend.
• Ersatz für: Leichte antiseptische Mittel
9. Lavendel (Lavandula angustifolia)
• Fundort: Gärten, Felder
• Verwendeter Pflanzenteil: Blüten
• Zubereitung: Ätherisches Öl extrahieren oder Tee aufbrühen.
• Dosierung: Öl verdünnt auf die Haut auftragen.
• Nebenwirkungen: Selten Hautreizungen.
• Wirkung: Antiseptisch, beruhigend.
• Ersatz für: Leichte antiseptische Mittel
10. Thymian (Thymus vulgaris)
• Fundort: Gärten, Wildwuchs
• Verwendeter Pflanzenteil: Blätter
• Zubereitung: Tee aufbrühen und als Umschlag verwenden.
• Dosierung: Mehrmals täglich als Umschlag anwenden.
• Nebenwirkungen: Keine bekannt.
• Wirkung: Antibakteriell, antifungal.
• Ersatz für: Chlorhexidin, Povidon-Iod
Gefahren der Selbstmedikation
Es ist wichtig, bei der Anwendung von Pflanzenheilmitteln Vorsicht walten zu lassen. Die Wirkstoffe in Pflanzen können Nebenwirkungen haben, und nicht jeder reagiert gleich auf natürliche Heilmittel. Allergische Reaktionen, Hautreizungen und andere unerwünschte Wirkungen sind möglich. Bei schweren Hauterkrankungen oder unklaren Symptomen sollte, wenn möglich, ein medizinischer Fachmann konsultiert werden.
In einer SHTF-Situation kann das Wissen um diese pflanzlichen Alternativen jedoch von unschätzbarem Wert sein, um Entzündungen, Infektionen und andere Hautprobleme zu behandeln, wenn keine schulmedizinischen Medikamente zur Verfügung stehen.

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