Fleisch ist Fleisch – Was du in der Not essen kannst und welche Tiere dich umbringen könnten

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shania

„Wenn’s Beine hat und nicht nach zehn Minuten wieder aufsteht, kann man’s essen.“ – Eine alte Survival-Weisheit, die zu 90 % stimmt … aber die restlichen 10 % sind die, die dich in eine sehr unschöne Magen-Darm-Achterbahn oder direkt ins Jenseits befördern können.
Die meisten Tiere auf diesem Planeten sind theoretisch essbar – aber eben nicht immer und nicht unter allen Bedingungen. Manche sind roh tödlich, aber gekocht harmlos, andere sind immer ein Risiko, egal was du damit anstellst. Dann gibt es die Exoten, die in manchen Kulturen als Delikatesse gelten, aber anderswo als reine Todesfalle angesehen werden.
In diesem Artikel gehen wir tierweise durch, was du in einer Survival-Situation essen kannst, was du mit Vorsicht genießen solltest – und welche Tiere dich gnadenlos auf die Bretter schicken.

1. Die „Sicheren“ – Tiere, die immer gehen (wenn richtig zubereitet)
Hier sprechen wir von Klassikern, die seit Jahrtausenden von Menschen gejagt, gezüchtet und gegessen werden. Diese Tiere tragen kaum bis gar keine gefährlichen Gifte in sich und sind, wenn sie gut gegart werden, absolut sicher.
Tier
Warum sicher?
Anmerkung
Rinder (Kühe, Büffel, Bisons)
Top-Nährwert, kaum Krankheiten, sicher zu essen
Roh nur als Tartare oder Sushi-Qualität!
Schweine (Wildschwein, Hausschwein, Warzenschwein)
Sehr nahrhaft, aber oft mit Parasiten
Immer durchgaren wegen Trichinen!
Rehe, Hirsche, Antilopen
Bestes Wildfleisch, extrem proteinreich
Kaum Parasiten, aber auf Tollwutzeichen achten
Kaninchen & Hasen
Perfektes Notfallessen, überall verfügbar
Achtung: Reines Kaninchenfleisch kann Proteinvergiftung (Kaninchenhunger) auslösen
Geflügel (Huhn, Fasan, Ente, Gans, Taube, Strauß)
Fett, Proteine, nahrhaft
Niemals roh essen – Salmonellengefahr!
Biber & Nutria
Fett- und eiweißreich, essbar
Überraschend lecker, aber das Fleisch muss durchgegart werden!
Schafe & Ziegen
Sicher & nahrhaft
Ziegen sind fettarm, daher gut für magere Notzeiten
Pferde & Esel
Hoher Nährwert, sicher
In vielen Ländern unüblich, aber sehr hochwertiges Fleisch
💡 Survival-Fazit:
Diese Tiere sind die beste Wahl, wenn du in der Wildnis oder einer Notsituation bist. Sie sind frei von natürlichen Giften, ihr Fleisch lässt sich leicht verarbeiten, und sie liefern eine hervorragende Kombination aus Proteinen, Fetten und Mineralstoffen.

2. Die „Essbaren mit Vorsicht“ – Geht, aber nur unter bestimmten Bedingungen
Jetzt kommen die Kandidaten, die man nicht unbedingt auf die Speisekarte setzt, aber in der Not verzehren kann – sofern man weiß, was man tut.
Tier
Warum mit Vorsicht genießen?
Gefahren & Hinweise
Wildschweine
Essbar, aber oft voller Parasiten
Trichinen, Bandwürmer – IMMER durchgaren!
Waschbären, Stinktiere & Opossums
Notfallnahrung, aber oft Träger von Tollwut
Lange kochen, niemals roh!
Eichhörnchen & Ratten
Essbar, aber wenig Fleisch
Stadtratten meiden – oft voller Giftstoffe
Reptilien (Schlangen, Krokodile, Echsen, Schildkröten)
Nahrhaft, proteinreich
Vorsicht vor Salmonellen und Parasiten!
Fische (Aal, Karpfen, Hechte, Forellen etc.)
Sehr nahrhaft
Niemals roh – hohe Parasitengefahr!
Frösche & Kröten
Frösche ja, Kröten fast immer giftig!
Nur bestimmte Froscharten essbar!
Tintenfische, Kraken & Muscheln
Essbar, aber oft giftige Arten
Bei Muscheln auf Algenblüten (Rote Flut) achten!
💡 Survival-Fazit:
Viele dieser Tiere sind perfekte Notfallnahrung, müssen aber gründlich gegart werden, um Krankheiten und Parasiten abzutöten. Wildschweine sind eines der gefährlichsten essbaren Tiere, da sie extrem oft mit Trichinen und Würmern belastet sind – eine einzige falsche Zubereitung kann tödlich sein.

3. Die „Finger-Weg“-Kandidaten – Hier endet der Spaß (und dein Leben vielleicht auch)
Hier haben wir die Tiere, die du in keiner Situation essen solltest – egal, wie groß dein Hunger ist.
Tier
Warum nicht essen?
Kröten (besonders Erdkröten, Aga-Kröten, Pfeilgiftkröten)
Enthalten starke Nervengifte (Bufotenin, Tetrodotoxin) – können Herzstillstand verursachen
Fledermäuse
Hauptüberträger von Tollwut und potenzielle Quelle für Zoonosen (SARS, Ebola etc.)
Raubvögel (Eulen, Falken, Adler, Geier)
Hohe Schwermetallwerte, gesetzlich geschützt
Delfine, Wale & Robben
Extrem hohe Schwermetallwerte, oft stark mit PCB und Quecksilber belastet
Aasfressende Vögel (Geier, Marabus, Raben)
Voller Bakterien und oft giftige Fleischzusammensetzung
Pufferfische & Kugelfische
Enthalten Tetrodotoxin – eins der tödlichsten bekannten Gifte
💀 Besonders tödlich:
• Pufferfische & Kugelfische enthalten Tetrodotoxin – 100x giftiger als Zyanid.
• Kröten sondern über die Haut Giftstoffe ab, die direkt ins Nervensystem wirken.
• Fledermäuse sind wahre Virenschleudern – bloß nicht essen!
💡 Survival-Fazit:
Diese Tiere sind in einer Notsituation KEINE Option. Das Risiko ist zu hoch, selbst wenn du die richtige Zubereitung kennst.

4. Fazit – Wenn der Hunger kommt, aber der Verstand bleibt
🎯 Merk dir drei Regeln:
1️⃣ Säugetiere sind meist sicher – wenn sie keine Raubtiere oder Aasfresser sind.
2️⃣ Reptilien, Fische & Amphibien können gegessen werden – aber nur, wenn sie gut gegart sind.
3️⃣ Giftige Tiere sind IMMER tabu – egal, wie hungrig du bist.
Am Ende ist jedes Fleisch irgendwie essbar, wenn es keine natürlichen Gifte enthält und gut durchgegart wird. Doch dein größter Feind ist nicht das Fleisch selbst, sondern das, was es mit sich bringt: Parasiten, Bakterien und Gifte.
Also: Sei clever, geh mit Verstand an die Sache – und wenn du unsicher bist, iss lieber nichts, als dich ins Verderben zu stürzen.

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