Essbare Wildpflanzen – Welches Buch hilft mir Wildkräuter zu bestimmen?
Essbare Wildpflanzen bestimmen und zubereiten. Es gibt nicht das Buch, das Sie erhellt und Sie plötzlich wissen, wie man Wildpflanzen bestimmt. Sie benötigen ein buch, das Sie die Wildpflanzen am Wegesrand erkennen können. In unseren Wildpflanzen Kursen hören wir immer wieder: “Ich hab da eine hohe krautige Wildpflanze mit gegeben Blüten gefunden, ist die essbar?” Wildpflanzen mit großen Blättern gibt es viele, auf diese Art und Weise Wildpflanzen zu bestimmen ist sehr fahrlässig. Sie müssen also einen Selbstkurs belegen, so das sie lernen wie man Wildpflanzen am Wegesrand bestimmen kann. Natürlich können Sie auch Wildpflanzen in der Apotheke kaufen, doch wenn Sie mit den Wildpflanzen würzen und kochen wollen, benötigen Sie so große Mengen, dass Sie die Wildpflanzenbestimmung aus dem FF können sollten. Wir raten Ihnen dazu mit einer spezifischen Gruppe anzufangen: “Gelb blühende Wildpflanzen zum Beispiel.” Sie müssen die 4.800 Wildpflanzen die in Europa wachsen so aufspalten, dass Sie sie locker und leicht lernen können. Dazu sollten Sie einige der wichtigsten Wildpflanzen Bücher zur Bestimmung verwenden.
Um ein guter Pflanzenbestimmer zu werden, ist es wichtig, dass sie zunächst die wichtigsten heimischen Wildkräuter kennen. In diesem Artikel wollen wir Ihnen nicht nur die 10 besten Wildpflanzen Bücher vorstellen, sondern auch aufzeigen, wie Sie die Pflanzenbestimmung der wichtigsten heimischen Wildpflanzen erlernen können.
Essen, was im Gemüsegarten als Unkraut gilt.
Wildpflanzen sind kräftige Kräuter, die von selbst wachsen. Niemand pflanzt sie, düngt sie oder jätet sie. Sie sind das, was die Natur ohne erzwungene Eingriffe bereitstellt. Wildkräuter sind an ihre Region mit ihren charakteristischen Böden und klimatischen Bedingungen angepasst und wachsen dort gut, sie können Frost, Starkregen und Trockenheit widerstehen.
Erinnern wir uns an den Beifuß – eine Bedrohung für Gärtner. Egal, wie oft man ihn herauszieht oder entfernt, er wächst weiter. Speziell angepflanzte Pflanzen verwelken, erfrieren, sterben an Temperaturunterschieden oder unzureichender Bewässerung.
Wildkräuter sind nicht nur widerstandsfähiger, sondern haben auch eine besondere Zusammensetzung – sie enthalten gesunde Spurenelemente, Mineralien, Salze und andere Substanzen.
Im Schnitt haben Wildkräuter entgegengesetzt zu unseren Kulturgemüsen, 258% mehr Mineralien und Spurenelemente in sich.
Der saure, bittere oder neutrale Geschmack von Wildkräutern mag auf den ersten Blick ungewohnt sein. Sie ergänzen jedoch Gerichte mit Gemüse, Eiern, Hüttenkäse, Fleisch, anderen Kräutern und Zutaten. Wildkräuter sind wie ein Kraftfutter, das zur Genesung des Menschen führen kann.
Sie können als Gewürz, gedünstet, gekocht, gebraten, als Beilage, als Kuchenfüllung, in Kartoffelpüree, Pfannkuchen und Gemüseschnitzeln verwendet werden.
Anstatt sie zu bekämpfen, sollten Sie sich mit ihnen anfreunden, etwas über sie lernen und sie zu Ihrem Vorteil nutzen.
9 Tipps für sicheres und nachhaltiges Wildpflanzen sammeln:
1. Bevor Sie ein Kraut oder eine Pflanze ernten, stellen Sie sicher, dass Sie sie eindeutig identifizieren können. Das Pflanzenreich ist voll von Ähnlichkeiten, und manchmal sind die Unterschiede zwischen einer essbaren oder medizinischen Art und einer giftigen Art sehr subtil.
Tipp 1: Was ich nicht kenne, ernte ich nicht.
2. Wenn Sie eine Wildkrautart mit giftigen Ähnlichkeiten ernten, sollten Sie sich mit dem Aussehen sowohl der giftigen als auch der medizinischen/essbaren Pflanzen vertraut machen. Die häufigsten Beispiele für giftige Ähnlichkeiten finden sich in der Familie der Möhrengewächse (Apiaceae), zu der sowohl die medizinische Königskerze (Daucus carota) als auch der hochgiftige Giftschierling (Conium maculatum) gehören.
Tipp 2: Wenn Pflanzen zum verwechseln ähnlich sind. Als Anfänger Finger weg!
3. Lernen Sie, Giftefeu, Stechginster und Gifteiche zu erkennen, damit Sie wissen, wo Sie vorsichtig sein müssen. Bevor Sie Wildpflanzen ernten, sollten Sie die wichtigsten giftigen Arten studieren, so dass Sie beim Sammeln, diese niemals verwechseln können.
Tipp 3: Lernen Sie die giftigsten Arten kennen!
4. Im Zweifelsfall lieber nicht ernten! Bewundern Sie sie, beobachten Sie sie, machen Sie sich Notizen, machen Sie ein Foto und lassen Sie sie für einen anderen Tag stehen. Bestimmen Sie die Pflanzen zuhause nach.
Tipp 4: Wenn Sie sich unsicher sind, machen Sie ein Foto und bestimmen Sie die Pflanze nach.
5. Probieren Sie niemals eine unbekannte Pflanze aus. Überlassen Sie diese Methode den erfahrenen Survival Experten. Selbst wenn eine Beere oder Wurzel essbar erscheint oder einer essbaren Art ähnelt, lassen Sie sie in Ruhe, bis Sie mit der Pflanze und ihren Eigenschaften vertraut sind.
Tipp 5: Einen Essbarkeitstest, sollten Sie nur in einer Notsituation anwenden.
6. Achten Sie darauf, welche Teile der Pflanze zu medizinischen oder essbaren Zwecken geerntet werden. Die Inhaltsstoffe einer Pflanze variieren oft je nach Teil (Wurzeln, Rinde, Früchte usw.), und einige sind möglicherweise nicht zur Verwendung geeignet. Mehr dazu später!
Tipp 6: Sie brauchen ein Wildpflanzen Buch, das Ihnen genau aufliegt, welche Pflanzenteile, wann zu verwenden sind.
7. Machen Sie sich mit den “gefährdeten” und auf der roten Liste stehenden Pflanzen vertraut. Diese sollten am besten in ihrem wilden Lebensraum wachsen und nicht geerntet werden. Sie können außerdem einen nachhaltigen Züchter von wilden Heilpflanzen finden und lernen, wie Sie sie selbst vermehren können.
Tipp 7: Wenn es Heilkräuter nur noch in geringer Form gibt, können Sie diese auch selbst ziehen.
8. Halten Sie sich beim Ernten in der freien Natur an die 1:10-Regel. Ernten Sie eine Pflanze pro zehn Pflanzen, die an einem bestimmten Standort wachsen. Unkrautartige Pflanzen (wie Löwenzahn, Brennnessel oder Beifuß) können in den meisten Fällen freier geerntet werden als langsamer wachsende Arten. Gehen Sie nach bestem Ermessen vor und seien Sie achtsam.
Tipp 8: Machen Sie es wie die Feldhasen. Sie ernten nie mehr als 1/3 einer Pflanzenart am gleichen Standort.
9. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie in städtischen Gebieten ernten. Ernten Sie niemals an Straßenrändern, in Gebieten mit Mittel- oder Hochspannungsleitungen (wegen des Herbizideinsatzes) oder entlang von Bahngleisen. Stellen Sie sicher, dass das Gebiet nicht mit Chemikalien besprüht ist. Vermeiden Sie auch Industriegebiete wegen der Gefahr von Giftmüll und Schwermetallen.
Tipp 9: Achten Sie auf den Sammelort!
Die Beobachtung und das Kennenlernen der Pflanzen
Die Beobachtungsgabe und unsere Sinne gehören zu den besten Werkzeugen, um Wildpflanzen zu identifizieren. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie sich mit den Pflanzen, die Sie sammeln werden, und der Umgebung, in der sie wachsen, vertraut.
1. Achten Sie auf den Lebensraum, in dem eine bestimmte Pflanzenart gerne wächst. Sie sollten auf die anderen Pflanzen in der Nähe achten, auf die Insekten, die auf oder um die Pflanze herum leben, wie der Boden aussieht, wie viel Sonnenlicht die Pflanze erreicht und ob es in der Nähe ein Gewässer gibt. Selbst wenn Sie nur wissen, wie eine Pflanze aussieht, kann die Beobachtung des Lebensraums und der Umgebung viel Aufschluss geben.
2. Wenn Sie die gesuchte Art kennen, können Sie die Pflanze anhand der oben genannten Beobachtungen finden. Wenn Sie die Pflanze nicht in der Natur beobachtet haben, können Sie sich bei der Suche auf schriftliche Informationen stützen. Zum Beispiel: Der Holunder (Sambucus canadensis) bevorzugt einen meist sonnigen bis halbschattigen Standort mit seinen Füßen in der Nähe von Wasser oder feuchtem Boden. Er wächst oft in der Nähe von Stinkkraut, Jakobskreuzkraut, Sumpfdotterblume und Veilchen. Um Holunder zu finden, suchen Sie nach Bächen, Feuchtgebieten oder tief liegenden Gebieten entlang von Lichtungen oder Waldrändern.
3. Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich damit, verschiedene Pflanzen zu beobachten, unabhängig davon, ob Sie mit ihnen vertraut sind oder nicht. Selbst ein häufig vorkommendes Kraut wie Löwenzahn (Taraxacum officinale) kann bei sorgfältiger Beobachtung neue Informationen liefern. Der Löwenzahn hat viele Unterarten, Verwandte und Ähnlichkeiten, insbesondere bei den Blättern. Wenn Sie die Blätter vom Löwenzahn und die Blätter ähnlicher Arten genau betrachten, können Sie die feinen und die offensichtlichen Unterschiede erkennen. Vielleicht fällt Ihnen auch auf, dass der Löwenzahn selbst innerhalb derselben Art leichte Unterschiede in der Form der Blätter und Blüten aufweist. Die Beobachtung von Pflanzen erinnert uns daran, nichts für selbstverständlich zu halten.
4. Beobachten Sie Pflanzen zu allen Jahreszeiten und lernen Sie, ihre verschiedenen Erscheinungsformen zu erkennen. Pflanzen verändern sich im Laufe ihres Lebens und im Laufe der Jahreszeiten stark. Wenn Sie eine bestimmte Art das ganze Jahr über beobachten, lernen Sie, die Pflanze in den verschiedenen Phasen ihres Lebenszyklus und/oder den Jahreszeiten zu erkennen. Dies kann besonders im Frühjahr nützlich sein, wenn die Pflanzen noch jung sind und ganz anders aussehen als ihre ausgewachsenen Formen. Der Beifuß (Artemisia vulgaris) zum Beispiel beginnt im Frühjahr als niedrige, buschige Pflanze mit kleinen, rund gelappten Blättern. Mit zunehmendem Wachstum werden die Blätter schlanker und haben ein gefiedertes Aussehen. Im Spätsommer kann die Pflanze bis zu 1,50 m hoch werden, mit dünneren, einfachen Blättern in der Nähe der Spitze und Blüten, die sich in Fiederbüscheln bilden. Im Winter bleibt das Skelett des Pflanzenstängels stehen und markiert die Stelle, an der die Staude im Frühjahr wieder austreibt.
Wildpflanzen bestimmen lernen ist zwar eine Kunst, wenn Sie jedoch die Beobachtungsgabe erlernt haben, werden Sie schon bald ein Meister im bestimmen von Wildpflanzen werden. Wichtig ist, dass Sie sich immer genau 10 Wildpflanzen auswählen die sehr leicht zu bestimmen sind. Das sollten Sie am Anfang des Pflanzenstudiums immer machen. Durch die begrenzte Zahl, können Sie sich voll auf die Bestimmung und die Beobachtung der Pflanzen einlassen. Haben Sie die 10 Pflanzen in dem Monat gelernt, nehmen Sie sich für das nächste Monat, die nächsten 10 Planzen vor. Wiederholen Sie das solange, bis Sie einen großen Grundschatz an Wildpflanzenbestimmung gelernt haben, so dass Sie nun die einzelnen Familien besser kennenlernen können.
Die 10 besten Wildkräuter Bücher auf einen Blick:
Vor allem wenn man mit der Wildpflanzen Bestimmung anfangen will,, kann es sehr schwierig sein die passenden Wildpflanzen Bücher für Anfänger zu finden. Damals hat mich leider niemand beraten und so habe ich mir über 80 Wildpflanzen Bücher gekauft. Als ich damals “essbare Wildpflanzen Buch” in Google eingegeben hatte, wurde ich von einem Angebot der Pflanzenführer fast erschlagen. Es geht natürlich jedem so, dass man am Anfang alle Pflanzenbestimmungsbücher haben will, doch am Anfang kann das sehr verwirrend sein. Sie sollten sich am Start Hier Karriere als Wildkräuter und Wildpflanzen Spezialist auf wenige Bücher spezialisieren.
Die Frage also ist: Welche Wildpflanzen Bestimmungsbücher brauche Sie am Anfang wirklich?
Die Wildpflanzen Bücher die wir für Sie ausgewählt haben, sind in unseren Augen die einfachsten Bücher die man auswählen kann, wenn man Wildpflanzen Bestimmung und die Zubereitung von Wildpflanzen erlernen will.
Sie benötigen also Bücher die auch dem Laien, die Möglichkeit geben, ein Wildkräuter Experte zu werden. Natürlich bieten wir in unserem Wildnis Netzwerk auch Pflanzen Bestimmungskurse und Wildkräuter Workshops an, wie man Wildkräuter zubereitet, aber bevor Sie mit dem Studium beginnen, sollten Sie die besten Kräuterbücher schon in der Vitrine stehen haben. Ein Kurs der sehr beliebt ist, ist die medizinische Anwendung von Wildkräutern. Hier stellen wir Tinkturen, Salben und andere Heilkräuter Medizin her.
Da wir schon immer von der Heilwirkung der Wildpflanzen fasziniert waren, haben wir auch die wichtigsten Pflanzen Bücher zum Thema Heilpflanzen mit aufgeführt.
Da wir auch Leckermäuler sind und mit Wildkräutern sehr gerne kochen, haben wir auch die Wildkräuter Küche in unsere Buchempfehlung mit aufgenommen.
Unsere beliebtesten Bestimmungsbücher für Wildkräuter und Wildfrüchte:
Essbare Wildpflanzen
200 Arten bestimmen und verwenden.
von Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann + Roland Spiegelberger
Dieses Buch ist die Bibel zum Thema essbare Wildpflanzen. Es wurde von Top Fachleuten geschrieben und die Rezepte, die Heilkrautanwendungen und auch die bestimmbarkeit der 200 aufgeführten Wildpflanzen ist einfach perfekt. Wenn Sie dieselessbaren Wildpflanzen kennen, dann haben Sie eine Auswahl für die Wildkräuterküche, aber auch für die Heilkräuter Apotheke, das Sie jeder beneiden wird.
Dieses Buch zum Thema essbare Wildpflanzen ist ein absolutes Muss in der Bibliothek und sollte auf jeden Fall von Ihnen gekauft werden. Das schöne an dem Buch ist, das nicht nur die Bestimmung und Erkennungsmerkmale auf den Punkt gebracht werden, sondern auch noch mitgeteilt wird, wann man die Pflanzen, wo am besten sammeln kann und welche Pflanzenteile essbar sind. Zudem erklärt das Buch, wie man die Pflanzenteile zubereitet und wie man Sie in die Küche mit einfließen lassen kann. Auch die Heileigenschaften werden mit aufgeschlüsselt und das geniale an diesem Buch ist, dass es es nicht nur als Buch, sondern als Ebook und sogar als App gibt. Sie können also im Feld stehen und sofort nachbestimmten und müssen keinen dicken Wälzer mit sich mittragen.
Die anderen wichtigen Bücher hier noch beschreiben!
Ressourcen und Fertigkeiten für die Pflanzenbestimmung
Wenn es darum geht, Wildpflanzen genau zu bestimmen, können wir auf eine Reihe von Hilfsmitteln zurückgreifen, die uns als Leitfaden dienen und uns helfen, uns das Gelernte zu merken. Überlegen Sie, wie Sie am besten lernen und was Sie gerne tun, und beziehen Sie dies in das Erlernen der Pflanzenbestimmung ein. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele sowie eine Liste von Ressourcen die Sie nutzen können, um ein noch besserer Pflanzenkenner zu werden.
1. Führen Sie ein Pflanzen-Skizzenbuch. Versuchen Sie, die Pflanzen zu zeichnen, die Sie sammeln oder besser kennenlernen wollen. Auf diese Weise können Sie sich Details in der Struktur der Pflanze merken, was die Identifizierung der Pflanze in Zukunft erleichtern wird.
2. Legen Sie ein persönliches Herbarium an. Nehmen Sie Ausschnitte oder Teile einer Pflanze und pressen Sie sie zwischen zwei Blätter Papier oder in ein Heft. Nach dem Trocknen und Pressen können die Pflanzenexemplare mit Klebeband, Klebstoff oder Heftung auf Papier oder Tagebuchseiten geklebt werden.
3. Machen Sie Fotos. Machen Sie mit einem Fotoapparat oder einer Handykamera Fotos von Pflanzen, die Sie identifizieren oder dokumentieren möchten. Die Fotos können in Alben (physisch oder digital) geordnet werden, um sie später wiederzufinden. Soziale Medien und Plattformen zur gemeinsamen Nutzung von Fotos, wie Instagram, Flickr oder Tumblr, sind bequeme und einfache Möglichkeiten, um Fotos digital zu organisieren, indem man Tags verwendet, die durchsucht werden können.
4. Führen Sie ein Pflanzen-Tagebuch. Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen in der Umgebung, in der Sie Wildkräuter sammeln möchten. Führen Sie ein Tagebuch über die Pflanzen, die Sie sehen, die Bedingungen, unter denen sie wachsen, die Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten, die Namen der Arten usw.
5. Lernen Sie die lateinischen Namen. Wenn Sie eine Pflanze studieren, lernen Sie ihren lateinischen (wissenschaftlichen) Namen. Die meisten Pflanzen haben mehrere gebräuchliche Namen, von denen einige mit einer völlig anderen Art geteilt werden können. Wenn Sie den lateinischen Namen lernen, vermeiden Sie das Risiko einer falschen Identifizierung anhand des gebräuchlichen Namens.
6. Machen Sie sich Notizen zu den verwendeten Teilen und Zubereitungen. Wie bereits erwähnt, können die Teile einer Pflanze, die für medizinische oder essbare Zwecke verwendet werden, unterschiedlich sein. Bei einigen Pflanzen kann dies bedeuten, dass die Verwendung je nach Teil unterschiedlich ist. Die Blüten des Holunders (Sambucus nigra) haben eine andere Wirkung auf den Körper als die Beeren. Auch sind nicht alle Teile einer Pflanze für die Medizin oder den Verzehr geeignet. Die Blüten und Beeren des Holunders werden häufig zu medizinischen und essbaren Zwecken verwendet, aber die Blätter, die Rinde, die Wurzeln, die Samen und die Stängel enthalten Blausäure, die giftig ist und in diesen Teilen in unterschiedlichen Mengen vorhanden ist. Wenn die Pflanze giftig ist, enthalten die Wurzeln in der Regel höhere Konzentrationen an toxischen Verbindungen. Unreife Beeren sollten gemieden werden, aber getrocknete, gekochte oder kleine Mengen reifer, frischer Beeren sind für den Verzehr und die Verwendung sicher. Die Blätter werden traditionell zur äußerlichen Anwendung verwendet, von einer inneren Anwendung wird jedoch abgeraten.
Wie und wo man sammelt
Sie müssen die Kräuterernte und die Wahl des Standorts im Voraus vorbereiten. Jedes Kraut und jeder Pflanzenteil hat seine eigene Erntezeit, so dass Sie entscheiden müssen, was Sie sammeln und wofür Sie es verwenden wollen. Sie können die Informationen in einem Kräuterführer nachschlagen oder einen Kräuterspezialisten fragen.
Die Wurzeln werden in der Regel im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst geerntet und vorsichtig aus dem Boden gegraben, um das Rohmaterial nicht zu beschädigen. Junge Triebe und Knospen im Frühjahr oder Frühsommer, Blüten und Beeren, sobald sie erscheinen und reif sind.
Zarte Kräuter mögen die sengende Sonne nicht. Das Sammeln sollte früh am Morgen beginnen, indem man die Kräuter in einen Stoffbeutel steckt. Lagern Sie das Rohmaterial auch in Papier- oder Stoffsäcken oder in fest verschlossenen Gläsern an einem dunklen, kühlen Ort.
Plastiktüten oder Frischhaltefolie sind für die Lagerung von Kräutern nicht geeignet, da die Wildpflanzen schnell verrotten und verderben.
Sie können Wildkräuter in einem verschlossenen Glasgefäß einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, um sie frisch zu halten. Sie können sie wie jedes andere Kraut für den Winter einfrieren.
Wildkräuter wollen mit Sorgfalt behandelt werden. Pflücken Sie nur den Teil, den Sie brauchen – ein paar Blätter von einer Pflanze, ein paar von einer anderen. Es ist nicht nötig, die Pflanze komplett abzuschneiden, d. h. alle Stängel, Blätter und Blüten zu entfernen und sie an der Wurzel herauszuziehen. Dies ist ein barbarischer Ansatz, der die Kräuter zerstören wird. Sie müssen weiterleben, um sich zu vermehren und im nächsten Jahr zu sprießen. Sie sollten nicht als landwirtschaflticher Vollernter unterwegs sein, sondern als Gärtner, der möchte das sich seine Pflanzen maximal ausdehnen.
Beim Sammeln ist es wichtig, saubere Orte zu wählen, die abseits von Straßen und Städten, Industriegebieten, Deponien und Mülldeponien liegen, wo die Gebiete durch Abgase und Emissionen gefährlicher Stoffe verschmutzt sind. Auch am Rande von Feldern sollte man nicht pflücken – sie sind mit Herbiziden und Pestiziden überfrachtet.
“Kräuter sollten nicht in der Nähe von Giftquellen gesammelt werden”, sagt Heiko Gärtner der als Steinzeitmensch 100 Tage ausschließlich von Wildkräutern und Wildfleisch gelebt hat. – Diese Quellen sind Städte, Industriebetriebe, Mülldeponien, Autobahnen und mit chemischen Düngemitteln gedüngte Felder in der Landwirtschaft. Die Kräuter sollten in einem Umkreis von mindestens 30 Kilometern um Städte und in einem Umkreis von fünf Kilometern um Autobahnen nicht gesammelt werden. Gräser, die in der Nähe von Straßen wachsen, nehmen Blei auf, Gräser in der Nähe von Städten enthalten die gesamte Gifte der Gesellschaft. Sie absorbieren alles im Boden.”
“Leguminosen – Erbsen, Bohnen, Lupinen – entziehen dem Boden Schwermetalle und Strahlung. Deshalb sollten Pflanzen niemals in der Nähe von Gefahrenquellen geerntet werden, die die Objekte unserer Zivilisation sind”, fügt Heiko Gärtner hinzu. Wenn Sie sich durch Wildkräuter heilen wollen, da Sie im Schnitt 258% mehr Inhaltsstoffe in sich tragen, muss der Sammelort passen. Da Heiko Gärtner hier sehr viele Erfahrungen sammeln konnte, sollten Sie ihm hier vertrauen.
Die 10 wichtigsten Wildpflanzen die Sie kennen sollten:
Der altbekannte Löwenzahn
Alle Teile des Löwenzahns sind essbar: seine Wurzeln, Blätter und Blüten. Im Frühjahr werden die jungen Blätter in Salaten und Suppen verwendet. Wenn sie zäh werden, ist es Zeit für die Blumen. Sie werden zur Herstellung von Sirup und Marmelade, für Backwaren und Brot sowie für die Zubereitung von Tee verwendet. Im Herbst werden die Wurzeln geerntet: Sie werden geröstet, gekocht und getrocknet. Aus gehackten und gerösteten Löwenzahnwurzeln wird ein belebendes Getränk hergestellt, das nach Chicoree schmeckt.
Die Blätter haben einen bitteren Geschmack, sind aber heilsam für den Körper. Vorallem die Leber freut sich über die Bitterstoffe. Die Bitterkeit dabei verbessert den Appetit und die Verdauung, wirkt choleretisch senkend und fördert die Magensaftsekretion. Löwenzahnblätter enthalten Wasser, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralsalze, Ballaststoffe und Fette. Die Wurzel ist reich an Inulin, sollte aber im Herbst geerntet werden, wenn sie möglichst viele ihrer Nährstoffe speichern kann. Die Wurzel wird auch gerne von Diabetikern verwendet, um den Allegmeinzustand zu verbessern.
Sauerklee
Der Geschmack des Sauerklee macht ihrem Namen alle Ehre: Er ist angenehm säuerlich. Er kann in Salaten und Suppen verwendet werden, aber auch zur Dekoration von zweiten und ersten Gängen. Wenn Sie Sauerklee mit Oliven mischen, können Sie ihn auf Sandwiches streichen.
Sauerklee ist an Waldrändern zu finden. Sie sehen aus wie Kleeblätter und diese bedecken den Boden am Fuße der Bäume dicht mit ihrer leuchtend grünen Farbe.
Breitwegerich
Die breiten Blätter des Wegerichs sind entlang von Wegen und Straßen zu finden. Der Wegerich wird auf Wunden aufgetragen, so dass diese schneller heilen und weniger bluten.
Wegerich wird äußerlich als entzündungshemmendes, wundheilendes und blutstillendes Mittel verwendet.
Er wird in Rezepten für Frühlingsvitaminsalate verwendet. Breitwegerichblätter werden zu ersten und zweiten Gängen gereicht: Suppen, Pasteten mit Kräutern, gedünstetes Gemüse, Pilze, werden mit Breitwegerichblättern abgeschmeckt. Getrocknete, zerkleinerte Blätter werden in Brot eingelegt. Die Pflanze hat keinen ausgeprägten Geschmack, daher wird sie in Kombination mit anderen Kräutern wie Sauerklee oder Sauerampfer verwendet.
Rot- und Weißklee
Klee enthält eine große Menge an Eiweiß, Zucker, Stärke, Folsäure, Vitamin C, Karotin und Vitamin E.
Die in unserer Region am häufigsten vorkommenden Kleearten sind der Wiesenklee oder Rotklee und der Kriechklee oder Weißklee. Sie können als Nahrungspflanze verzehrt werden. Die Pflanze beugt der Entwicklung von Arteriosklerose vor, senkt den Cholesterinspiegel im Blut, reguliert den Stoffwechsel, beseitigt Giftstoffe und erhöht die Widerstandskraft des Körpers gegen Infektionen.
Die Wildkräuter werden zu Salaten und Suppen hinzugefügt und als Gewürz verwendet. Junge Wildkräuter werden zur Herstellung von Kartoffelpüree, zum Backen von Pfannkuchen, Koteletts, zum Trocknen und als Brotbelag verwendet.
Die allgegenwärtige Miere
Die Miere wächst gerne an feuchten, schattigen Plätzen. Es ist ein kleines, niedrig wachsendes, kriechendes Unkraut mit weißen Blüten, das in Gärten und Kleingärten zu finden ist.
Er ist reich an Vitamin E und wird zur Behandlung von Leber- und Nierenkrankheiten und Diathese eingesetzt. Geeignet für erste Gänge und Salate. Es ist ein Wildkraut, das an Geflügel verfüttert wird. Es gibt die Meinung, dass sie besser liegen, wenn sie es essen.
Große Klette
Die wuchernde Klette ist auch eine essbare Wildpflanze. Die Wurzeln, Stängel und jungen Blätter werden als Nahrungsmittel verwendet. In Japan ist die Gemüseklette, auch Gobo genannt, ein weit verbreitetes Gemüse. Es wird zum Garnieren von Fleisch- und Fischgerichten verwendet.
Die Wurzeln der Klette werden roh in Salaten verwendet. Sie ist reich an Eiweiß, enthält Inulin, ätherische Öle, Mineralsalze, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Ascorbinsäure. Die Wurzel der Pflanze wird zu medizinischen Zwecken als Choleretikum und Diuretikum verwendet, verbessert die Funktion der Bauchspeicheldrüse und ist nützlich für Diabetiker.
Die jungen Blätter und Blattstiele werden als Beilage und für Suppen verwendet – gekocht, gebraten, gedünstet, als Beigabe zu Omeletts.
Giersch
Giersch enthält viel Eiweiß und gilt als eine der wenigen Pflanzen, die ständig in großen Mengen verzehrt werden können. Die Legende besagt, dass Seraphim von Sarow Giersch aß, als er als Einsiedler in den Wäldern lebte. Es ist schwierig, mit Sicherheit zu sagen, was wahr und was erfunden ist. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass diese verfügbare Pflanze seine Hauptnahrung war.
Obwohl der ausgewachsene Giersch einen eigenartigen Geruch haben kann, sind die jungen Triebe fast geruchlos und schmecken sehr delikat. Sie werden Smoothies und Salaten zugesetzt. Giersch kann mit anderen Kräutern und Gemüsen gedünstet, gekocht oder gebacken werden, wobei sein eigentümlicher Geruch und Geschmack nach dem kochen und backen verschwindet. Man kann ihn anstelle von Spinat für eine Cremesuppe, für Blätterteigtaschen mit Eiern und grünen Zwiebeln, für Pasteten oder für Omeletts verwenden.
Brennnessel
Die Brennnessel ist reich an Vitaminen: Carotin, Vitamin K, B2, C (junge Frühlingsblätter), Stärke, Zucker, Gerbstoffe, organische Säuren, Chlorophyll, Magnesium, Eisenoxid, leicht assimilierbares Kalzium.
Vitamin K wirkt sich dabei positiv auf die Blutgerinnung aus. Zudem hat die Pflanze eine blutstillende Wirkung, so dass bei Kontraindikationen keine großen Mengen an Brennnessel gegessen werden sollten.
Brennnesseln ergeben ein schönes Suppenpüree, vor allem wenn man andere Kräuter hinzufügt – Giersch, Wegerich, Sauerklee und viele andere. Im Frühjahr werden die jungen Sprossen mit kochendem Wasser überbrüht und in einen grünen Salat gegeben. Reife Brennnesseln werden gedünstet, aus den Blättern wird Tee zubereitet und unter Zugabe von Hüttenkäse, Eiern und Giersch als Kuchenfüllung verwendet.
Es gibt viele Wildpflanzen die Sie lernen sollten. Das beste ist jedoch, wenn Sie mit einigen wenigen anfangen und Sie diese in Ihre alltäglichen Gerichte mit einfließen lassen. So das es zu einer Routine wird. Denn nur wenn Sie einen Handlungsbedarf sehen, warum Sie Wildkräuter sammeln sollten, werden Sie ein herausragender Wildpflanzen Experte werden. Es ist also wichtig, sich eine Notwendigkeit zu erschaffen, so das man sein Pflanzenwissen jeder Zeit anwenden muss. Aus diesem Grund finde ich es wichtig sich Wildpflanzen Bücher zu kaufen, die einen dazu animieren, die Wildkräuter, Wildpflanzen und Wildfrüchte mit in den täglichen Nahrungsplan mit einfließen zu lassen. Zum einen ist es die gesündeste Nahrung die Sie finden können und zum andren ist es pure Heilnahrung, die Sie nur noch stärker und zäher machen kann.

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