Der Chamäleontäubling (Russula risigalina): Ein farbenfroher Pilz mit fruchtigem Duft

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1. Verschiedene Namen des Pilzes:
• Deutsche Namen: Chamäleontäubling, Wechselfarbiger Dottertäubling, Weicher Goldbrauntäubling
• Englische Namen: Variable Brittlegill, Variable Russula
• Französische Namen: Russule variable, Russule caméléon
• Italienische Namen: Russula variabile, Russula camaleonte
2. Gattung:
Der Chamäleontäubling gehört zur Gattung Russula in der Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae).
3. Eigenschaften:
• Essbarkeit: Essbar, aber aufgrund seiner geringen Größe und des milden Geschmacks kaum als Speisepilz geeignet.
• Mykorrhizapilz: Der Chamäleontäubling lebt in Symbiose mit verschiedenen Laub- und Nadelbäumen.
• Saison: Frühsommer bis Herbst.
4. Erkennungsmerkmale:
• Hut: 2-6 (8) cm Ø, sehr farbenfroh und variabel, gelblich, goldgelb, eigelb, orangeocker, rosa, rot, ziegelrot, purpurn, aprikosenfarben, kirschrot, kupferrot, blass orange, Mitte meist gelblich heller, etwas gebuckelt oder/und vertieft, Rand gerne rötlich behaucht, Haut glanzlos, trocken matt, bis zur Hälfte leicht abziehbar, darunter weiß.
• Fleisch: Weiß, weich, brüchig, mürbe, leicht gilbend.
• Stiel: 2-8 (10) cm lang, 1-1,5 (2) cm Ø dick, weiß, sehr selten schwach rosa überhaucht, weich, schwammig hohl, sehr brüchig, leicht keulenförmig.
• Lamellen: Cremegelb, safranocker, orangegelb, schmal, dünn, gegabelt, im Grunde gern queraderige Lamellen, angewachsen oder auch frei wirkend.
• Sporenpulverfarbe: Orangegelb bis dottergelb.
• Geruch: Jung unbedeutend, später obstartig, angenehm, fruchtig, mirabellenartig oder Rosenduft.
• Geschmack: Mild, angenehm.
5. Vorkommen:
Der Chamäleontäubling kommt in Mischwäldern und Parks vor, bevorzugt unter Laub- und Nadelbäumen.
6. Verwechslungsgefahr:
• Weicher Dottertäubling: Sehr ähnlich, aber etwas kleiner und mit einem anderen Geruch (nach Essiggurken).
• Gelber Graustieltäubling: Gelbe Farbe, aber grauer Stiel.
• Ockertäubling: Ockergelbe Farbe, aber festeres Fleisch.
• Weicher Täubling: Weiche Konsistenz, aber andere Farben.
• Grünverfärbender Täubling: Fleisch verfärbt sich grün mit Ferrisulfat.
• Glänzendgelber Dottertäubling: Glänzende Hutoberfläche, Geruch nach Essiggurken.
7. Chemische Reaktionen:
• Fleisch verfärbt sich mit Phenol hell weinbraun.
• Eisen (II)-sulfat (FeSO4) hellrosa.
• Guajak blass graugrün.
8. Kommentar:
Der Chamäleontäubling ist ein farbenfroher Pilz mit einem fruchtigen Duft. Er ist essbar, aber aufgrund seiner geringen Größe und des milden Geschmacks kaum als Speisepilz geeignet.
Vorkommen, beste Sammelzeit und Verwertung des Chamäleontäublings (Russula risigalina)
Vorkommen:
Der Chamäleontäubling (Russula risigalina) ist ein häufiger Pilz, der in Mischwäldern und Parks vorkommt. Er bevorzugt saure bis neutrale Böden und wächst gerne unter Laubbäumen, besonders Buchen und Eichen. Man findet ihn auch unter Fichten und Kiefern.
Beste Sammelzeit:
Die beste Sammelzeit für den Chamäleontäubling ist vom Frühsommer bis zum Herbst. Ideale Bedingungen sind feuchte, warme Tage nach Regenfällen.
Wo kann man ihn am besten finden?
Der Chamäleontäubling ist ein häufiger Pilz, der in vielen Teilen Europas vorkommt. Man findet ihn am besten in älteren Mischwäldern mit sauren bis neutralen Böden. Achten Sie auf mosige Stellen und unter Baumgruppen.
Wann ist der Pilz noch verwertbar?
• Hut: Der Hut sollte fest und geschlossen sein. Weiche oder aufgeplatzte Hüte sind nicht mehr gut.
• Fleisch: Das Fleisch sollte weiß und fest sein. Gilbendes oder bräunliches Fleisch deutet auf einen überreifen Pilz hin.
• Stiel: Der Stiel sollte fest und voll sein. Weiche oder hohle Stiele sind nicht mehr gut.
• Lamellen: Die Lamellen sollten cremegelb bis orangegelb sein. Grüne oder braune Lamellen deuten auf einen überreifen Pilz hin.
• Geruch: Der Pilz sollte einen angenehmen, fruchtigen Geruch haben. Ein unangenehmer Geruch kann auf Verderb hindeuten.
Tipp:
• Verwenden Sie zum Sammeln des Chamäleontäublings ein kleines Messer, um den Pilz nicht zu beschädigen.
• Graben Sie den Pilz vorsichtig aus und achten Sie darauf, das Myzel nicht zu zerstören.
• Putzen Sie den Pilz gründlich und verarbeiten Sie ihn möglichst frisch.

Verwechslungsgefahr beim Chamäleontäubling (Russula risigalina)
Der Chamäleontäubling ist ein farbenfroher Pilz, der aufgrund seiner variablen Färbung leicht mit anderen Pilzen verwechselt werden kann.
Mögliche Verwechslungspartner:
1. Weicher Dottertäubling (Russula lutea):
• Ähnlichkeiten: Kleine Größe, gelbe bis orange Farben, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Weicher Dottertäubling hat einen kleineren Hut, einen kürzeren Stiel und einen typischen Geruch nach Essiggurken.
2. Gelber Graustieltäubling (Russula alutacea):
• Ähnlichkeiten: Gelbe Farbe, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Gelber Graustieltäubling hat einen grauen Stiel und einen milderen Geschmack.
3. Ockertäubling (Russula ochracea):
• Ähnlichkeiten: Ockergelbe Farbe, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Ockertäubling hat ein festeres Fleisch und einen milderen Geschmack.
4. Weicher Täubling (Russula mollis):
• Ähnlichkeiten: Kleine Größe, variable Farben, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Weicher Täubling hat ein weicheres Fleisch, einen milderen Geschmack und oft einen rötlichen Stiel.
5. Grünverfärbender Täubling (Russula virescens):
• Ähnlichkeiten: Variable Farben, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Grünverfärbender Täubling verfärbt sein Fleisch grün mit Ferrisulfat.
6. Glänzendgelber Dottertäubling (Russula foetens):
• Ähnlichkeiten: Glänzende Hutoberfläche, gelbe bis orange Farben, Lamellen cremegelb bis orangegelb.
• Unterschiede: Glänzendgelber Dottertäubling hat einen glänzenden Hut, einen typischen Geruch nach Essiggurken und oft einen rötlichen Stiel.
Verwechslung ausschließen:
• Mikroskopische Bestimmung: Die sichere Bestimmung des Chamäleontäublings ist nur mit Hilfe eines Mikroskops möglich. Routinierte Pilzsammler können die Sporen und anderen mikroskopischen Merkmale des Pilzes untersuchen, um ihn eindeutig zu identifizieren.
• Habitat: Der Chamäleontäubling kommt bevorzugt in Mischwäldern mit sauren bis neutralen Böden vor. Routinierte Pilzsammler wissen, wo sie nach diesem Pilz suchen müssen.
• Vergesellschaftung: Der Chamäleontäubling bildet eine Mykorrhiza mit Laubbäumen, besonders Buchen und Eichen. Routinierte Pilzsammler achten auf das Vorkommen dieser Bäume, wenn sie nach dem Pilz suchen.
• Geruch: Der Chamäleontäubling hat einen angenehmen, fruchtigen Geruch. Anhand des Geruchs können erfahrene Pilzsammler den Pilz oft von anderen Pilzen unterscheiden.
• Gesamteindruck: Routinierte Pilzsammler kennen die typischen Merkmale des Chamäleontäublings und können ihn anhand seiner Gesamtform, Farbe, Größe und Konsistenz sicher erkennen.
Giftige Doppelgänger:
• Keiner! Der Chamäleontäubling ist nicht giftig. Es gibt jedoch einige ungenießbare Doppelgänger, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Höchste Verwechslungsgefahr:
Die höchste Verwechslungsgefahr besteht mit dem Weichen Dottertäubling (Russula lutea) und dem Gelben Graustieltäubling (Russula alutacea). Beide Pilze sind essbar, können aber bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Besondere Merkmale und Erkennungsmerkmale des Chamäleontäublings (Russula risigalina) für routinierte Sammler:
Besondere Merkmale:
• Variabilität: Der Chamäleontäubling ist für seine vielfältigen Farben bekannt. Sein Hut kann gelblich, goldgelb, eigelb, orangeocker, rosa, rot, ziegelrot, purpurn, aprikosenfarben, kirschrot, kupferrot, blass orange oder in anderen Nuancen gefärbt sein. Die Mitte des Hutes ist meist gelblich heller.
• Weiche Konsistenz: Der Hut und das Fleisch des Chamäleontäublings sind weich und brüchig. Der Stiel ist ebenfalls weich und hohl.
• Fruchtiger Geruch: Der Pilz hat einen angenehmen, fruchtigen Geruch, der oft mit Mirabellen oder Rosen verglichen wird.
• Mykorrhiza: Der Chamäleontäubling lebt in Symbiose mit verschiedenen Laub- und Nadelbäumen, insbesondere Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern.
Beste Erkennungsmerkmale für routinierte Sammler:
• Mikroskopische Bestimmung: Die sichere Bestimmung des Chamäleontäublings ist nur mit Hilfe eines Mikroskops möglich. Routinierte Pilzsammler können die Sporen und anderen mikroskopischen Merkmale des Pilzes untersuchen, um ihn eindeutig zu identifizieren.
• Habitat: Der Chamäleontäubling kommt bevorzugt in Mischwäldern mit sauren bis neutralen Böden vor. Routinierte Pilzsammler wissen, wo sie nach diesem Pilz suchen müssen.
• Vergesellschaftung: Der Chamäleontäubling bildet eine Mykorrhiza mit Laubbäumen, besonders Buchen und Eichen. Routinierte Pilzsammler achten auf das Vorkommen dieser Bäume, wenn sie nach dem Pilz suchen.
• Geruch: Der Chamäleontäubling hat einen angenehmen, fruchtigen Geruch. Anhand des Geruchs können erfahrene Pilzsammler den Pilz oft von anderen Pilzen unterscheiden.
• Gesamteindruck: Routinierte Pilzsammler kennen die typischen Merkmale des Chamäleontäublings und können ihn anhand seiner Gesamtform, Farbe, Größe und Konsistenz sicher erkennen.
Zusätzliche Hinweise:
• Der Chamäleontäubling ist ein häufiger Pilz, der in vielen Teilen Europas vorkommt.
• Die beste Sammelzeit ist vom Frühsommer bis zum Herbst.
• Der Pilz ist essbar, aber aufgrund seiner geringen Größe und des milden Geschmacks kaum als Speisepilz geeignet.
• Beim Sammeln des Chamäleontäublings sollte ein kleines Messer verwendet werden, um den Pilz nicht zu beschädigen.
• Der Pilz sollte vorsichtig ausgegraben werden, um das Myzel nicht zu zerstören.
• Der Pilz sollte gründlich geputzt werden, bevor er verarbeitet wird.
Tipp:
• Nehmen Sie an einer Pilzwanderung mit einem erfahrenen Pilzkundler teil, um mehr über den Chamäleontäubling und andere essbare Pilze zu lernen.
• Informieren Sie sich vor dem Sammeln von Pilzen über die aktuellen Bestimmungen in Ihrer Region.

Speisewert und Verwendung des Chamäleontäublings (Russula risigalina)
Speisewert:
Der Chamäleontäubling (Russula risigalina) ist essbar, aber aufgrund seiner geringen Größe und des milden Geschmacks kaum als Speisepilz geeignet.
• Nährstoffe: Der Pilz enthält viele wichtige Nährstoffe, darunter Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
• Geschmack: Der Chamäleontäubling hat einen milden, angenehmen Geschmack.
• Konsistenz: Der Pilz hat eine weiche, brüchige Konsistenz.
Verwendung:
• Frisch: Der Chamäleontäubling kann frisch in verschiedenen Gerichten verwendet werden.
• Getrocknet: Der Pilz kann auch getrocknet und für später verwendet werden.
Gerichte:
• Pilzsuppe: Der Chamäleontäubling kann in Pilzsuppen verwendet werden.
• Pilzragout: Der Pilz kann in Pilzragout verwendet werden.
• Pilzomelett: Der Pilz kann in Pilzomelett verwendet werden.
• Pilzsalat: Der Pilz kann in Pilzsalat verwendet werden.
• Pilzfüllung: Der Pilz kann als Füllung für Fleischgerichte oder Gemüsegerichte verwendet werden.

Vier leckere Rezepte mit Chamäleontäublingen (Russula risigalina):
1. Chamäleontäubling-Pilzsuppe mit Croûtons:
Zutaten:
• 200 g Chamäleontäublinge, geputzt und in Scheiben geschnitten
• 1 Zwiebel, fein gehackt
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 2 EL Butter
• 1 EL Olivenöl
• 1 l Gemüsebrühe
• 200 g Sahne
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• 4 Scheiben Weißbrot, in Würfel geschnitten
• 2 EL Olivenöl zum Braten
Zubereitung:
1 Die Chamäleontäublinge in Scheiben schneiden.
2 Zwiebeln und Knoblauch in Butter und Olivenöl glasig anschwitzen.
3 Chamäleontäublinge hinzufügen und ca. 5 Minuten mitbraten.
4 Mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.
5 Sahne hinzufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
6 Suppe mit einem Mixer fein pürieren.
7 Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8 Weißbrotwürfel in Olivenöl goldbraun braten.
9 Suppe mit Croûtons servieren.
2. Chamäleontäubling-Risotto mit Parmesan:
Zutaten:
• 150 g Chamäleontäublinge, geputzt und in Scheiben geschnitten
• 1 Zwiebel, fein gehackt
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 2 EL Butter
• 1 EL Olivenöl
• 200 g Risottoreis
• 750 ml Gemüsebrühe
• 100 g Weißwein
• 100 g geriebener Parmesan
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
1 Die Chamäleontäublinge in Scheiben schneiden.
2 Zwiebeln und Knoblauch in Butter und Olivenöl glasig anschwitzen.
3 Risottoreis hinzufügen und ca. 1 Minute mitbraten.
4 Mit Weißwein ablöschen und einköcheln lassen.
5 Nach und nach die heiße Gemüsebrühe unter Rühren hinzufügen, bis der Reis cremig ist.
6 Chamäleontäublinge hinzufügen und ca. 5 Minuten mitgaren.
7 Mit Parmesan, Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Gebratene Chamäleontäublinge mit Speck und Zwiebeln:
Zutaten:
• 150 g Chamäleontäublinge, geputzt und in Scheiben geschnitten
• 100 g Speck, gewürfelt
• 2 Zwiebeln, in Scheiben geschnitten
• 2 EL Butter
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• Petersilie zum Garnieren (optional)
Zubereitung:
1 Die Chamäleontäublinge in Scheiben schneiden.
2 Speck in Butter knusprig ausbraten.
3 Zwiebeln hinzufügen und glasig anschwitzen.
4 Chamäleontäublinge hinzufügen und ca. 10 Minuten mitbraten.
5 Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
6 Mit Petersilie garniert servieren.
4. Chamäleontäubling-Omelett mit Kräutern:
Zutaten:
• 100 g Chamäleontäublinge, geputzt und in Scheiben geschnitten
• 3 Eier
• 100 ml Milch
• 50 g geriebenen Käse
• 1 EL Butter
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• Frische Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Thymian)
Zubereitung:
1 Die Chamäleontäublinge in Scheiben schneiden.
2 Eier, Milch und Käse verquirlen.
3 Butter in einer Pfanne erhitzen.
4 Chamäleontäublinge in der Pfanne anbraten.
5 Eiermischung hinzufügen und stocken lassen.
6 Mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken.
Tipp:
• Die Chamäleontäublinge können auch getrocknet und für später verwendet werden.
• Chamäleontäublinge passen auch gut zu Wildgerichten oder als Füllung für Pilzstrudel.
• Achten Sie beim Sammeln von Chamäleontäublingen darauf, nur junge und gesunde Pilze zu ernten.


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