Der Braunviolette Dickfuß: Ein vielgestaltiger Pilz mit seidig-glimmeriger Oberfläche

Categories: Allgemein
shania

Der Braunviolette Dickfuß (Cortinarius anomalus) ist ein häufiger Pilz, der in Mischwäldern, Parks, auf moosigen Waldwiesen, Waldwegen und Lichtungen vorkommt. Er ist ein Symbiosepilz, der gerne auf sauren Böden wächst und von Sommer bis Herbst zu finden ist. In Deutschland ist er in Bayern häufig, in anderen Regionen jedoch seltener.
Verschiedene Namen:
• Braunvioletter Dickfuß
• Graubräunlicher Dickfuß
• Graubrauner Schleierling
• Graubräunlicher Seidenkopf
Gattung:
Der Braunviolette Dickfuß gehört zur Gattung der Dickfüße (Schleierlinge, Haarschleierlinge).
Eigenschaften:
• Geruch: Neutral bis leicht süßlich, etwas pilzig.
• Geschmack: Mild, ohne Geschmack.
• Hut: 2-7 (9) cm Ø, lilabraun, graubraun, rosaviolett, rostbraun-violett, sehr verschiedenes Farbenspektrum von grau bis braun, aber immer seidig-glimmerig bereift, Mitte meist etwas dunkler braun, jung mit Haarschleier zum Stiel.
• Fleisch: Jung weiß, helllila, später purpurn.
• Stiel: 1-5 (6) cm lang, 0,5-1 (1,3) cm Ø dick, voll faserig, weißlich, blasslila, blaulila, Velum cremegelblich, im oberen Teil mehr lilafarben, unterhalb der angedeuteten Ringzone oft gelblich, oberhalb (Spitze) lilafarben, teils auch weißlich genattert, Basis leicht keulig verdickt.
• Lamellen: Jung lila, blaupurpur, später violettbraun, im Alter zimtbraun, ausgebuchtet angewachsen.
• Sporenpulverfarbe: Rostbraun (7,5-11 x 4-7,3 µm, subglobos, stachelwarzig 0,5 µm hoch, Q = 1,1-1,3, indextrinoid, Basidien 25-32 x 6-8 µm, zwei-, drei- aber meist viersporig, Zellen der Hutdeckschicht bis ca. 27 µm breit, mit hellgelbem Dickwandpigment).
• Vorkommen: Mischwald, Parks, auf moosigen Waldwiesen, Waldwegen, Lichtungen, Symbiosepilz, gern sauren Boden, Sommer bis Herbst, in Deutschland (Bay. Wald) häufig, sonst selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).
Erkennungsmerkmale:
• Seidig-glimmerige Hutoberfläche: Der Hut des Braunvioletten Dickfußes ist immer seidig-glimmerig bereift und hat ein sehr variables Farbspektrum von grau bis braun.
• Lilafarbene Stielspitze: Die Spitze des Stiels ist lilafarben, während der untere Teil weißlich, blasslila oder blaulila sein kann.
• Ausgebuchtete Lamellen: Die Lamellen sind ausgebuchtet angewachsen und färben sich von lila über violettbraun bis zimtbraun.
• Rostbraunes Sporenpulver: Das Sporenpulver ist rostbraun.
Verwechslungsgefahr:
Der Braunviolette Dickfuß kann mit verschiedenen anderen Schleierlingen verwechselt werden, von denen einige giftig sein können. Daher ist es wichtig, den Pilz genau zu bestimmen und im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten.
Mögliche Verwechslungspartner:
• Blauberandeter Seidenkopf
• Reihiger Klumpfuß
• Olivgelber Schleimkopf
• Lila Dickfuß
• Silbriger Dickfuß
• Kupferschuppiger Dickfuß
• Graublauer Zwerg-Schleimkopf
Chemische Reaktionen:
• Hut mit KOH 40% (Kaliumhydroxid): Hellblau, hellgrau, kaum wahrnehmbar.
• Fleisch/Lamellen mit KOH (40%): Überall negativ.
• Fleisch mit Phenol: Rötend.
Kommentar:
Der Braunviolette Dickfuß ist kein empfehlenswerter Speisepilz aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. In der Vergangenheit wurde er jedoch möglicherweise mit dem Violetten Rötelritterling verwechselt, der ein Speisepilz ist.
Vorkommen, Lebensraum und beste Sammelzeit des Braunvioletten Dickfußes:
Vorkommen:
Der Braunviolette Dickfuß (Cortinarius anomalus) ist ein häufiger Pilz, der in Mischwäldern, Parks, auf moosigen Waldwiesen, Waldwegen und Lichtungen vorkommt. Er ist ein Symbiosepilz, der gerne auf sauren Böden wächst und von Sommer bis Herbst zu finden ist. In Deutschland ist er in Bayern häufig, in anderen Regionen jedoch seltener.
Beste Sammelzeit:
Die beste Sammelzeit für den Braunvioletten Dickfuß ist von Juli bis Oktober. Man kann ihn aber auch im späten Frühling und frühen Winter finden, wenn die Witterung mild ist.
Wo kann man den Braunvioletten Dickfuß am besten finden?
• Mischwälder: Suchen Sie den Pilz in Mischwäldern mit sauren Böden.
• Parks: Auch in Parks kann man den Braunvioletten Dickfuß finden.
• Moosige Waldwiesen: Auf moosigen Waldwiesen ist der Pilz ebenfalls anzutreffen.
• Waldwege: An Waldwegen kann man den Braunvioletten Dickfuß oft in Gruppen finden.
• Lichtungen: Auch auf Lichtungen kann man den Pilz finden.
Tipp:
• Achten Sie auf feuchte Standorte. Der Braunviolette Dickfuß liebt Feuchtigkeit.
• Suchen Sie an sonnigen Standorten. Der Pilz bevorzugt Licht.
• Achten Sie auf die Jahreszeit. Die beste Sammelzeit ist von Juli bis Oktober.
Wie muss der Pilz beschaffen sein, um ihn noch verwerten zu können?
• Jung und fest: Der Pilz sollte jung und fest sein. Ältere Exemplare werden weich und schwammig.
• Hutoberfläche glatt: Der Pilz sollte eine glatte Hutoberfläche haben. Eine schuppige Oberfläche kann ein Zeichen für einen anderen Pilz sein.
• Weißes Fleisch: Das Fleisch des Pilzes sollte weiß sein. Rötlich verfärbtes Fleisch ist ein Zeichen dafür, dass der Pilz nicht mehr gut ist.
• Glatter Stiel: Der Stiel des Pilzes sollte glatt sein. Ein faseriger Stiel kann ein Zeichen für einen anderen Pilz sein.
• Ausgebuchtete Lamellen: Die Lamellen des Pilzes sollten ausgebuchtet sein. Angewachsene oder freistehende Lamellen können ein Zeichen für einen anderen Pilz sein.
• Rostbraunes Sporenpulver: Das Sporenpulver des Pilzes sollte rostbraun sein. Anderes Sporenpulver kann ein Zeichen für einen anderen Pilz sein.
Tipp:
• Sammeln Sie nur so viele Pilze, wie Sie verwerten können.
• Lassen Sie einige Exemplare im Wald stehen, damit sich der Pilz weiterverbreiten kann.
• Beachten Sie die Schonzeiten und Naturschutzgebiete.
Hinweis:
• Achten Sie beim Sammeln von Pilzen auf die Schonzeiten und Naturschutzgebiete.
• Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher identifizieren können.
• Lassen Sie unbekannte Pilze von einem Pilzsachverständigen kontrollieren.
• Verzehren Sie nur Pilze, die als genießbar gelten.

Verwechslungsgefahr des Braunvioletten Dickfußes:
Der Braunviolette Dickfuß (Cortinarius anomalus) ist ein häufiger Pilz, der mit verschiedenen anderen Schleierlingen verwechselt werden kann. Von diesen sind einige giftig, daher ist es wichtig, den Pilz genau zu bestimmen und im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten.
Mögliche Verwechslungspartner:
• Blauberandeter Seidenkopf:Dieser Pilz hat einen blauvioletten Rand am Hut und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetwww.natur.vulkanland.at
Blauberandeter Seidenkopf Pilz
• Reihiger Klumpfuß:Dieser Pilz hat einen braunen Hut und einen weißen Stiel, der oft mit einem Schleierring versehen ist. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetwww.fokus-natur.de
Reihiger Klumpfuß Pilz
• Olivgelber Schleimkopf:Dieser Pilz hat einen olivgelben Hut und einen gelben Stiel. Das Fleisch ist gelb und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetde.wikipedia.org
Olivgelber Schleimkopf Pilz
• Lila Dickfuß:Dieser Pilz hat einen lilafarbenen Hut und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetde.wikipedia.org
Lila Dickfuß Pilz
• Silbriger Dickfuß:Dieser Pilz hat einen silbrigen Hut und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetwww.3000pilze.de
Silbriger Dickfuß Pilz
• Kupferschuppiger Dickfuß:Dieser Pilz hat einen kupferbraunen Hut und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.Wird in einem neuen Fenster geöffnetwww.123pilzsuche.de
Kupferschuppiger Dickfuß Pilz
• Graublauer Zwerg-Schleimkopf: Dieser Pilz hat einen graublauen Hut und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig.
Worauf man achten sollte:
• Hutfarbe: Die Farbe des Hutes kann beim Braunvioletten Dickfuß stark variieren, von grau bis braun. Achten Sie auf die seidig-glimmerige Oberfläche, die ein typisches Merkmal des Pilzes ist.
• Stielfarbe: Die Stielfarbe des Braunvioletten Dickfußes ist weißlich bis blasslila oder blaulila. Die Spitze des Stiels ist meist lilafarben.
• Lamellen: Die Lamellen des Braunvioletten Dickfußes sind jung lila, blaupurpur, später violettbraun und im Alter zimtbraun. Sie sind ausgebuchtet angewachsen.
• Sporenpulverfarbe: Das Sporenpulver des Braunvioletten Dickfußes ist rostbraun.
• Geruch: Der Geruch des Braunvioletten Dickfußes ist neutral bis leicht süßlich und etwas pilzig.
• Verfärbung mit KOH: Der Hut des Braunvioletten Dickfußes färbt sich mit 40%iger Kalilauge (KOH) hellblau bis hellgrau, was jedoch kaum wahrnehmbar ist. Das Fleisch und die Lamellen färben sich mit KOH nicht.
• Verfärbung mit Phenol: Das Fleisch des Braunvioletten Dickfußes färbt sich mit Phenol rötend.
Verwechslung ausschließen:
• Pilze nur sammeln, die man sicher kennt: Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher identifizieren können. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie den Pilz von einem Pilzsachverständigen bestimmen.
• Merkmale genau bestimmen: Bestimmen Sie die Merkmale des Pilzes genau, wie Farbe, Oberfläche, Fleisch, Stiel, Lamellen, Sporenpulver und Geruch.
• Pilzführer verwenden: Verwenden Sie einen Pilzführer, um die Merkmale des Pilzes mit den Merkmalen anderer Pilze zu vergleichen.
• Pilzsachverständige fragen: Lassen Sie den Pilz von einem Pilzsachverständigen bestimmen, wenn Sie unsicher sind.
Giftige Doppelgänger:
Blaustielriger Ockerchampignon: Dieser Pilz ist giftig und hat einen gelben Hut mit blauem Stiel.
Spitzkegeliger Rauhkopf: Dieser Pilz ist giftigund hat einen braunen Hut mit spitzem Kegel und einen weißen Stiel.

Falscher Pfifferling: Verwechslungsgefahr mit dem Speisepilz
Der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) ist ein giftiger Pilz, der häufig mit dem echten Pfifferling (Cantharellus cibarius) verwechselt wird. Beide Pilze haben eine ähnliche Farbe und Form, daher ist es wichtig, die Unterschiede genau zu kennen, um eine Verwechslung zu vermeiden.
Merkmale des Falschen Pfifferlings:
• Hut: Orangefarben bis rotbraun, oft mit fleckigen oder welligen Rändern. Die Oberfläche ist glatt oder leicht samtig.
• Lamellen: Gelb bis orange, oft gegabelt und herablaufend.
• Stiel: Weißlich bis gelblich, oft hohl.
• Fleisch: Weißlich bis gelblich, fest und brüchig.
• Geruch: Fruchtig oder leicht pilzig.
• Geschmack: Scharf und bitter.
Verwechslungsgefahr mit dem echten Pfifferling:
Der echte Pfifferling hat eine ähnliche Farbe und Form wie der Falsche Pfifferling. Die wichtigsten Unterschiede sind:
• Lamellen: Die Lamellen des echten Pfifferlings sind leuchtend gelb und nicht gegabelt. Sie sind fest mit dem Stiel verbunden.
• Stiel: Der Stiel des echten Pfifferlings ist voll und nicht hohl.
• Fleisch: Das Fleisch des echten Pfifferlings ist fest und nicht brüchig.
• Geruch: Der echte Pfifferling hat einen fruchtigen und aromatischen Geruch.
• Geschmack: Der echte Pfifferling hat einen scharfen und pfeffrigen Geschmack.
Vergiftungserscheinungen:
Der Verzehr des Falschen Pfifferlings kann zu Vergiftungserscheinungen führen, die sich mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Schwindel bemerkbar machen können. In schweren Fällen kann es zu Leberschäden kommen.
Speisewert und Verwendung des Braunvioletten Dickfußes:
Speisewert:
Der Braunviolette Dickfuß (Cortinarius anomalus) ist kein empfehlenswerter Speisepilz aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. In der Vergangenheit wurde er jedoch möglicherweise mit dem Violetten Rötelritterling (Lepista sordida) verwechselt, der ein Speisepilz ist.
Verwechslungsgefahr:
Der Braunviolette Dickfuß kann mit verschiedenen anderen Schleierlingen verwechselt werden, von denen einige giftig sind. Daher ist es wichtig, den Pilz genau zu bestimmen und im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten.
Giftige Doppelgänger:
• Blaustielriger Ockerchampignon (Agaricus xanthodermus): Dieser Pilz ist giftig und hat einen gelben Hut mit blauem Stiel.
• Spitzkegeliger Rauhkopf (Inocybe fastigiata): Dieser Pilz ist giftig und hat einen braunen Hut mit spitzem Kegel und einen weißen Stiel.
• Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca): Dieser Pilz ist giftig und hat einen orangefarbenen Hut mit welligen Rändern.
Empfehlung:
• Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher identifizieren können.
• Lassen Sie unbekannte Pilze von einem Pilzsachverständigen bestimmen.
• Verzehren Sie nur Pilze, die als genießbar gelten.
Hinweis:
• Achten Sie beim Sammeln von Pilzen auf die Schonzeiten und Naturschutzgebiete.
• Beachten Sie die Regeln für das Sammeln von Wildpilzen in Ihrer Region.
Verwandte Speisepilze:
• Violetter Rötelritterling(Lepista sordida): Dieser Pilz hat einen violetten Hut und einen violetten Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig. Er ist ein Speisepilz, der jedoch nur von erfahrenen Pilzsammlern gesammelt werden sollte.Wird in einem neuen Fenster geöffnetde.wikipedia.org
Violetter Rötelritterling Pilz
• Marmorierter Hallimasch(Armillaria ostoyae): Dieser Pilz hat einen braunen Hut mit weißen Flecken und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig. Er ist ein Speisepilz, der jedoch nur von erfahrenen Pilzsammlern gesammelt werden sollte.Wird in einem neuen Fenster geöffnetwww.lookphotos.com
Marmorierter Hallimasch Pilz
• Perlpilz(Paxillus involutus): Dieser Pilz hat einen braunen Hut mit einer pelzigen Oberfläche und einen weißen Stiel. Das Fleisch ist weiß und der Geruch pilzig. Er ist ein Speisepilz, der jedoch nur von erfahrenen Pilzsammlern gesammelt werden sollte.Wird in einem neuen Fenster geöffnetde.wikipedia.org
Perlpilz Pilz
Fazit:
Der Braunviolette Dickfuß ist kein empfehlenswerter Speisepilz. Es ist wichtig, ihn genau zu bestimmen und im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen, und lassen Sie unbekannte Pilze von einem Pilzsachverständigen bestimmen. Achten Sie beim Sammeln von Pilzen auf die Schonzeiten und Naturschutzgebiete.
 

Leave a Reply

Name*
Email*
Url
Your message*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>