Buchsblättriger Trichterling (Clitocypaxillus alexandri): seltener Speisepilz mit nussigem Aroma

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Der Buchsblättriger Trichterling (Clitocypaxillus alexandri), auch Buxsblättriger Trichterling genannt, ist ein seltener Speisepilz aus der Familie der Trichterlingsverwandten (Tricholomataceae). Er verdankt seinen Namen seiner charakteristischen bräunlich-grauen Hutfarbe und seinen buchsbaumartigen Lamellen.
Eigenschaften des Buchsblättrigen Trichterlings
• Geruch: Pilzig, angenehm, leicht parfümiert, ähnlich dem Violetten Rötelritterling.
• Geschmack: Mild, würzig, leicht bitterlich, etwas adstringierend.
• Hut: 3-9 (16) cm Ø, bräunlich, graurußig, ockergrau, fleischbräunlich, Haut matt, glatt, feucht etwas schmierig, mit sehr kleinen kaum sichtbaren Schüppchen, trocken lederig wirkend. Rand lange gerollt, später ausgebreitet. Habitus jung flach gewölbt, später ausgebreitet und leicht eingedellt.
• Fleisch: Weißlich, hellocker bis milchkaffeebraun, fest, dick, etwas gummiartig.
• Stiel: 4-8 (11) cm hoch, 1-5 (7) cm Ø dick, weiß bis hellbraun, keulig und gern bauchig, selten spindelig, relativ kurz.
• Lamellen: Hellbeige, olivgelb bis cremegrau, +/- mit lachsfarbigem Reflex, sehr kurz, ablösbar, buchsbaumfarbig, gegabelt, ästig, mit Zwischenlamellen, herablaufend.
• Sporenpulverfarbe: Weiß.
• Vorkommen: Mischwald, meist Nadelwald, an moosigen, grasigen Stellen, kalkreichen Boden, wärmeliebend, Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr selten, RL3 Deutschland (gefährdet).
Gattung
Der Buchsblättrige Trichterling gehört zur Gattung der Trichterlinge (Clitocybe).
Verwechslungsgefahr
Der Buchsblättrige Trichterling kann aufgrund seiner Farbe und Form mit anderen Pilzen verwechselt werden, insbesondere mit:
• Kerbrandiger Trichterling (Clitocybe odora): Ähnlicher Geruch, aber deutlich hellere Farbe und breitere Lamellen.
• Nebelkappe (Clitocybe nebularis): Größerer Pilz mit grauem Hut und weißen Lamellen.
• Mönchskopf (Paxillus involutus): Unterschiedliche Lamellenstruktur und giftig.
• Würziger Tellerling (Hygrocybe russocoriacea): Ähnliche Farbe, aber deutlich härteres Fleisch und stark würziger Geschmack.
• Schleierlinge (Cortinarius spp.): Verschiedene Arten mit ähnlichen Merkmalen, Sporenpulverfarbe beachten!
Chemische Reaktionen
Die Huthaut des Buchsblättrigen Trichterlings reagiert mit Eisensulfat (FeSO4) hellgrau bis leicht graugrün.
Kommentar
Da der Buchsblättrige Trichterling sehr selten ist, wird er leicht mit anderen Pilzen verwechselt. Die Bestimmung sollte daher nur mit Hilfe eines erfahrenen Pilzkundlers oder eines Pilzbuchs erfolgen.
Vorkommen, Sammelzeit und Verwertung des Buchsblättrigen Trichterlings
Vorkommen:
Der Buchsblättrige Trichterling (Clitocypaxillus alexandri) ist ein sehr seltener Pilz, der in Misch- und Nadelwäldern vorkommt. Er bevorzugt warme Standorte mit kalkhaltigem Boden und wächst häufig an moosigen und grasigen Stellen.
Beste Sammelzeit:
Die beste Sammelzeit für den Buchsblättrigen Trichterling ist von Sommer bis Herbst. Da er jedoch so selten ist, kann es schwierig sein, ihn zu finden.
Wo kann man den Pilz am besten finden?
Der Buchsblättrige Trichterling ist sehr selten und kommt nur in wenigen Regionen Deutschlands vor. Wenn Sie Glück haben, können Sie ihn in warmen, kalkhaltigen Laub- und Nadelwäldern finden.
Wie muss der Pilz beschaffen sein, um noch verwertbar zu sein?
• Hut: Der Hut sollte fest und fleischig sein und nicht aufgeweicht oder rissig sein. Die Farbe sollte bräunlich, graurußig, ockergrau oder fleischbräunlich sein.
• Lamellen: Die Lamellen sollten hellbeige, olivgelb bis cremegrau sein und mit einem lachsfarbenen Reflex. Sie sollten kurz, ablösbar, buchsbaumfarbig, gegabelt und ästig sein.
• Stiel: Der Stiel sollte fest und weiß bis hellbraun sein. Er sollte keulig oder bauchig sein und nicht hohl.
• Fleisch: Das Fleisch sollte weißlich, hellocker bis milchkaffeebraun sein und fest, dick und etwas gummiartig sein.
• Geruch: Der Pilz sollte einen pilzigen, angenehmen und leicht parfümierten Geruch haben.
• Geschmack: Der Geschmack sollte mild, würzig, leicht bitterlich und etwas adstringierend sein.
Wichtig:
• Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen und von denen Sie wissen, dass sie essbar sind.
• Der Buchsblättrige Trichterling ist ein sehr seltener Pilz und sollte nur in Maßen gesammelt werden. In einigen Regionen Deutschlands steht er sogar unter Naturschutz.
• Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem erfahrenen Pilzkundler beraten.

Verwechslungsgefahr des Buchsblättrigen Trichterlings
Der Buchsblättrige Trichterling (Clitocypaxillus alexandri) ist aufgrund seiner Farbe, Form und Größe leicht mit anderen Pilzen verwechselt werden, insbesondere mit folgenden Arten:
1. Kerbrandiger Trichterling (Clitocybe odora):
• Ähnlichkeiten: Geruch (pilzig, angenehm), Farbe des Hutes (braungrau bis ockergrau), Lamellen (weißlich bis cremefarben), Stiel (weiß bis hellbraun).
• Unterschiede: Hutform (trichterförmig beim Kerbrandigen Trichterling, flach gewölbt bis ausgebreitet beim Buchsblättrigen Trichterling), Sporenpulverfarbe (weiß beim Buchsblättrigen Trichterling, cremefarben bis hellgelb beim Kerbrandigen Trichterling).
2. Nebelkappe (Clitocybe nebularis):
• Ähnlichkeiten: Farbe des Hutes (grau bis graubraun), Lamellen (weißlich bis cremefarben), Stiel (weiß bis hellbraun).
• Unterschiede: Größe (deutlich größerer Pilz), Hutform (glockenförmig bis gewölbt beim Nebelkappe, flach gewölbt bis ausgebreitet beim Buchsblättrigen Trichterling), Sporenpulverfarbe (weiß beim Buchsblättrigen Trichterling, cremefarben bis hellgelb beim Nebelkappe).
3. Mönchskopf (Paxillus involutus):
• Ähnlichkeiten: Farbe des Hutes (braun bis rotbraun), Lamellen (gelblich bis orangefarben), Stiel (weiß bis hellbraun).
• Unterschiede: Lamellenstruktur (wabenförmig beim Mönchskopf, glatt beim Buchsblättrigen Trichterling), Giftigkeit (Mönchskopf giftig, Buchsblättriger Trichterling essbar).
4. Würziger Tellerling (Hygrocybe russocoriacea):
• Ähnlichkeiten: Farbe des Hutes (braun bis rotbraun), Lamellen (weißlich bis cremefarben), Stiel (weiß bis hellbraun).
• Unterschiede: Fleischhärte (deutlich härteres Fleisch beim Würzigen Tellerling), Geschmack (stark würziger Geschmack beim Würzigen Tellerling, milder Geschmack beim Buchsblättrigen Trichterling).
5. Schleierlinge (Cortinarius spp.):
• Ähnlichkeiten: Verschiedene Arten mit ähnlichen Merkmalen (Farbe des Hutes, Lamellen, Stiel).
• Unterschiede: Sporenpulverfarbe (wichtiges Merkmal zur Bestimmung von Schleierlingen, Sporenpulverfarbe des Buchsblättrigen Trichterlings weiß).
Verwechslung ausschließen:
• Mikroskopische Bestimmung: Die sichere Bestimmung des Buchsblättrigen Trichterlings ist nur mit Hilfe eines Mikroskops möglich.
• Pilzführer und Experten: Verwenden Sie einen umfassenden Pilzführer und konsultieren Sie im Zweifelsfall einen erfahrenen Pilzkundler.
• Merkmale genau vergleichen: Achten Sie auf alle Merkmale des Pilzes, einschließlich Geruch, Geschmack, Aussehen des Hutes, der Lamellen, des Stiels und des Sporenpulvers.
• Im Zweifelsfall nicht sammeln: Wenn Sie sich nicht sicher sind, um welchen Pilz es sich handelt, sammeln Sie ihn lieber nicht.
Giftige Doppelgänger:
Es gibt einige giftige Doppelgänger des Buchsblättrigen Trichterlings, die besonders beachtet werden sollten:
• Mönchskopf (Paxillus involutus): Verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
• Fuchsiger Rauhkopf (Inocybe erinacea): Verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
• Speierling (Entoloma sinuatum): Verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Höchste Verwechslungsgefahr:
Die höchste Verwechslungsgefahr besteht mit dem Kerbrandigen Trichterling, da dieser dem Buchsblättrigen Trichterling in Geruch, Farbe und Form sehr ähnlich ist. Die sichere Unterscheidung ist nur durch die Sporenpulverfarbe möglich.
Besonderheiten des Buchsblättrigen Trichterlings (Clitocypaxillus alexandri)
Der Buchsblättrige Trichterling ist ein seltener Pilz mit einigen besonderen Merkmalen, die ihn von anderen Pilzen unterscheiden:
1. Seltenheit: Der Buchsblättrige Trichterling ist ein sehr seltener Pilz, der nur in wenigen Regionen Deutschlands vorkommt. 2. Geruch: Der Pilz hat einen pilzigen, angenehmen und leicht parfümierten Geruch, der an den Violetten Rötelritterling erinnert. 3. Farbe des Hutes: Die Farbe des Hutes ist braungrau bis ockergrau oder fleischbräunlich. Die Hutoberfläche ist matt, glatt und feucht etwas schmierig. 4. Lamellen: Die Lamellen sind hellbeige, olivgelb bis cremegrau, teilweise mit einem lachsfarbenen Reflex. Sie sind kurz, ablösbar, buchsbaumfarbig, gegabelt und ästig. 5. Sporenpulver: Das Sporenpulver ist weiß. 6. Vorkommen: Der Buchsblättrige Trichterling wächst bevorzugt in warmen, kalkhaltigen Laub- und Nadelwäldern, meist an moosigen und grasigen Stellen.
Erkennungsmerkmale für routinierte Sammler:
Routinierte Pilzsammler nutzen neben den oben genannten Merkmalen noch weitere Details, um den Buchsblättrigen Trichterling zu erkennen:
1. Mikroskopische Merkmale: Die sichere Bestimmung des Pilzes ist nur mit Hilfe eines Mikroskops möglich. Routinierte Sammler können die Sporen und anderen mikroskopischen Merkmale des Pilzes untersuchen, um ihn eindeutig zu identifizieren. 2. Habitat: Der Buchsblättrige Trichterling kommt fast ausschließlich in Laub- und Mischwäldern mit Buchen und Eichen vor. Routinierte Sammler wissen, wo sie nach diesem Pilz suchen müssen. 3. Vergesellschaftung: Der Buchsblättrige Trichterling bildet eine Mykorrhiza mit Buchen und Eichen. Routinierte Sammler achten auf das Vorkommen dieser Bäume, wenn sie nach dem Pilz suchen. 4. Erfahrung: Routinierte Pilzsammler haben viel Erfahrung mit der Bestimmung von Pilzen und kennen die Merkmale des Buchsblättrigen Trichterlings genau. Sie können den Pilz oft schon auf den ersten Blick erkennen.
Speisewert und Verwendung des Buchsblättrigen Trichterlings
Der Buchsblättrige Trichterling (Clitocypaxillus alexandri) ist ein essbarer Pilz mit einem milden, würzigen, leicht bitterlichen und etwas adstringierenden Geschmack. Er kann roh oder gekocht verzehrt werden. Da er jedoch ein sehr seltener Pilz ist, sollte er nur in geringen Mengen gesammelt werden. In einigen Regionen Deutschlands steht er sogar unter Naturschutz.
Verwendung in der Küche:
Der Buchsblättrige Trichterling kann in verschiedenen Gerichten verwendet werden, zum Beispiel:
• Gebraten: Der Pilz kann in Butter oder Öl gebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt werden.
• In Suppen und Eintöpfen: Der Buchsblättrige Trichterling verleiht Suppen und Eintöpfen ein feines Aroma.
• Getrocknet: Der Pilz kann getrocknet und später für verschiedene Gerichte verwendet werden.
• In Salaten: Der Buchsblättrige Trichterling kann roh in Salaten verwendet werden.

4 Rezepte mit Buchsblättrigem Trichterling (Clitocypaxillus alexandri)
Hinweis: Der Buchsblättrige Trichterling ist ein seltener Pilz und sollte nur in geringen Mengen gesammelt werden. In einigen Regionen Deutschlands steht er sogar unter Naturschutz. Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen, und konsultieren Sie im Zweifelsfall einen erfahrenen Pilzkundler.
1. Gebratene Buchsblättrige Trichterlinge mit Knoblauch und Petersilie:
Zutaten:
• 250 g Buchsblättrige Trichterlinge
• 2 EL Olivenöl
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 1 EL frische Petersilie, gehackt
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
1 Die Buchsblättrigen Trichterlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2 Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Buchsblättrigen Trichterlinge darin etwa 10 Minuten lang braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.
3 Den Knoblauch und die Petersilie hinzufügen und weitere 1 Minute braten.
4 Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.
2. Buchsblättriger Trichterling-Suppe:
Zutaten:
• 250 g Buchsblättrige Trichterlinge
• 1 Zwiebel, gewürfelt
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 1 EL Olivenöl
• 1 Liter Gemüsebrühe
• 200 ml Sahne
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• Frische Petersilie zum Garnieren
Zubereitung:
1 Die Buchsblättrigen Trichterlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2 Die Zwiebel und den Knoblauch im Olivenöl anschwitzen.
3 Die Buchsblättrigen Trichterlinge hinzufügen und kurz mitbraten.
4 Mit der Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen.
5 Die Hitze reduzieren und die Suppe etwa 20 Minuten köcheln lassen.
6 Die Sahne unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7 Mit frischer Petersilie garniert servieren.
3. Buchsblättriger Trichterling-Risotto:
Zutaten:
• 250 g Buchsblättrige Trichterlinge
• 1 Zwiebel, gewürfelt
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 2 EL Olivenöl
• 300 g Risottoreis
• 750 ml Gemüsebrühe
• 100 ml Weißwein
• 50 g Parmesan, gerieben
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• Frische Petersilie zum Garnieren
Zubereitung:
1 Die Buchsblättrigen Trichterlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2 Die Zwiebel und den Knoblauch im Olivenöl anschwitzen.
3 Den Risottoreis hinzufügen und kurz mitbraten.
4 Mit dem Weißwein ablöschen und einköcheln lassen.
5 Die Gemüsebrühe nach und nach hinzufügen und unter ständigem Rühren etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Reis cremig ist.
6 Die Buchsblättrigen Trichterlinge und den Parmesan hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7 Mit frischer Petersilie garniert servieren.
4. Buchsblättriger Trichterling-Salat:
Zutaten:
• 250 g Buchsblättrige Trichterlinge
• 1 rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten
• 1 Gurke, in Scheiben geschnitten
• 100 g Tomaten, gewürfelt
• 1 EL frische Petersilie, gehackt
• 2 EL Olivenöl
• 1 EL Zitronensaft
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
1 Die Buchsblättrigen Trichterlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2 Die Zwiebel, die Gurke und die Tomaten in einer Schüssel mischen.
3 Die Petersilie, das Olivenöl, den Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzufügen und gut vermengen.
4 Die Buchsblättrigen Trichterlinge hinzufügen und unterheben.
5 Den Salat sofort servieren.
Tipp:
Buchsblättrige Trichterlinge können auch getrocknet oder eingefroren werden, um sie später zu verwenden.


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